Armut
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Die Armut ist das Gegenteil vom Reichtum, wie sie allerdings genau definiert wird, ist eine Frage der Perspektive. Aus der Sicht wohlhabender Menschen sind die, die wenig Geld und Güter besitzen als arm zu definieren, während diese als arm titulierten wiederum die Menschen als arm bezeichnen, die weder ein Dach über dem Kopf noch etwas zu essen haben. In einer Gesellschaft, in der die einzigen relevanten Werte Wohlstand, Wachstum und das Streben nach Besitz sind, sind alle Menschen, die bei diesem Spiel nicht mitmachen können oder wollen von der Mehrheit als arm zu definieren.
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[Bearbeiten] Die materielle Armut
Wie schon beschrieben ist das Nichtbesitzen von Etwas als Armut zu definieren. In den kapitalistischen Gesellschaften ist man schon arm, wenn man keinen DVD-Player oder Fernseher besitzt, in anderen Ländern, wie z.B. Indien ist man arm, wenn man sich keine Schuhe leisten kann und auf der Straße schlafen muß. In Afrika ist man arm, wenn man sich keine Medikamente gegen AIDS leisten kann oder vor Hunger sterben muß.
Der Begriff Armutsgrenze wurde von Politikern erfunden und um diese Grenze überqueren zu können, braucht man einzig und alleine ein paar Papierscheine mit einem gültigen Wasserzeichen darauf, ist man nicht im Besitz solcher Scheine, darf man nicht in das Land des Wohlstands einreisen und wird an der Grenze abgewiesen. In den USA wird zur Zeit eine gigantische Armutsgrenze zum Nachbarland Mexiko errichtet. Eine ähnliche Grenze wurde in Deutschland im Rahmen der Wiedervereinigung 1990 abgerissen. Die Klasse der Armen wird gemeinhin auch als Unterschicht bezeichnet.
[Bearbeiten] Die geistige Armut
Ein weitverbreitetes Problem ist die geistige Armut und sie beschreibt einen Geisteszustand von völliger Phantasielosigkeit, mangelnder Kreativität und fehlendem Horizont. Politiker sind von dieser Armut oft betroffen, aber auch Autoren der Uncyclopedia, die ihre geistige Armut gerne zur Schau stellen und gar nicht mitbekommen, was für einen Seich sie beizeiten ablassen. Die geistige Armut ist sehr viel schwieriger zu bekämpfen, als die materielle Armut, denn sie sitzt tief in den Köpfen vieler Menschen fest und kann nur durch intensives Gedankentraining, die Lektüre bedeutender Literatur oder der Beschäftigung mit Philosophie, Kunst und Musik bekämpft werden.
[Bearbeiten] Das Definitionsproblem
Es soll materiell arme Menschen geben, die ein relativ glückliches Leben führen, da ihr geistiger Reichtum die Unbillen der materiellen Armut mehr als kompensiert. Genauso soll es schwerreiche Menschen geben, die ein perspektivloses, langweiliges Leben führen, da sie sich nur mit dem Anhäufen von Materie beschäftigen und ihr Geist dabei völlig verkümmert. Hartz IV-X-Opfer in Deutschland mögen mit ihrer Situation unzufrieden sein, wenn sie aber nur einen Tag mit einem Wanderarbeiter aus Shanghai tauschen müßten, würde ihnen bewußt, wie gut es ihnen - materiell gesehen - geht. Ein Bettelmönch aus Tibet, der nichts besitzt ausser seiner Kutte und der Gebetsmala um seinen Hals kann ein sehr viel erfüllteres Leben führen, als der steinreiche Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank Joseph Panzerschrank, der sich sein Leben lang nur um Zahlen kümmert und dabei vollständig aus den Augen verliert, was für Werte es auf dieser Erde eventuell sonst noch geben könnte.
[Bearbeiten] Redewendungen und Zitate
- Du arme Sau
- Lieber arm dran als Arm ab – unbekannter Fahnenflüchtiger
- Armsein ist scheisse! - Ein Bürger Neuköllns auf die Frage, warum er seinem Nachbarn zum dritten Mal in Folge das Auto geklaut hat, um es am Maybachufer zu verticken.
- Ich finde, alle Menschen sollten den Mut zur Armut haben, dann gäbe es keine Armut. - Claudia Roth in ihrer Eröffnungsrede zum 470. Kongress des Bündnis des Mitgefühls.
- Selig die Armen im Geiste, denn ihrer ist das Himmelreich. (Mt 5,3)


