Bürokratie

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„Wer hier eintritt, lass' alle Hoffnung fahren!“

~ Dante Alighieri über deutsche Ämter.


„Mein Patentrezept gegen Arbeitslosigkeit: Mehr Bürokratie wagen!“

~ Beamter über das umgekehrt proportionale Verhältnis zwischen Arbeitslosigkeit und Bürokratie


[Bearbeiten] Semantische Analyse

Der Begriff Bürokratie ist ein Zwitter. Seine erste Hälfte entstammt dem französischen „bureau“, was auf Deutsch „3 mp cam flash mp3 triband bluetooth infrarot GPS GSM GPRS e-mail fax T9“ heißt.

Cretin

Der Bürocrétin in seiner ursprünglichen Bedeutung.

Seine zweite Hälfte ist aus dem griechischen „kratein“ entlehnt, was „herrschen“ bedeutet (vgl. französisch auch „crétin“ für „verständige Person“, „Fachmann“).

Die erste Hälfte des Begriffs geht auf keltische Überlieferungen zurück, die eine Übersetzung als „Donnerbalkengeräuschmacher“ nahe legen. Daraus entwickelte sich bereits im 5. Jahrhundert nach Sokrates der germanische Begriff „Sesselfurzer“ für die in einer Bürokratie handelnden Personen.

[Bearbeiten] Ausprägungen

[Bearbeiten] Europa

Das Erscheinen der Bürokratie im Alltagsleben ist heute vielfältig und eine hart erkämpfte Errungenschaft des Rechtsstaates zivileuropäischer Prägung mit nicht unerheblichen finanziellen Folgen für das Stimmvieh, das in die Bürokratie eingebettet lebt wie in einem Schlaraffenland übergestülpter Gauner. Aus dem Fürsorgeprinzip des Staates für seine unmündigen Bürger entspringt dabei sogar volkswirtschaftlicher Nutzen, indem Heerscharen von ahnungslosen Fachleuten in Lohn und Brot kommen, zum Beispiel auf Chefsessel von Lottogesellschaften oder russischen Energiemultis. Dies ist unter dem Fachbegriff „Tertiärisierung des sozio-kulturellen Umfeldes einer Volkswirtschaft als Upgrading durch Outsourcing“ bekannt. So hat es zum Beispiel in Deutschland ein Bundestagsabgeordneter mit Migrationshintergrund durch passive Bestechung mit Kleidungsstücken bis ins Europaparlament geschafft. Und in Frankreich konnte ein pheromongesteuerter Exhibitionismusexperte Staatspräsident werden.

Aber auch der Plebs erfreut sich tagtäglich bürokratischer Segnungen – zum Beispiel Bauherren, Unternehmer, Rentner, du, ich... Dabei tritt Bürokratie in verschiedenen Intensitäten auf und kann wie folgt kategorisiert werden:

1. Nadelstichbürokratie

Beispiele: Gesundheitswesen, Steuerverkürzungenrecht, SelbstJustiz

2. Messerstichbürokratie

Beispiele: Denkmalschutz, Umweltschmutz, Staatsschutz

3. Dolchstoßbürokratie

Beispiele: Wachtelkönig- und Fledermaussyndrom, Transrapid, LKW-Maut, Hartz IV, ARD, Riester, Europäische Kommission

Gesundheitsreform

Die Notwendigkeit der Gesundheitsreform steht außer Frage.

Die dynamische Bürokratie Europas lebt von running gags, oftmals über Jahrzehnte, und hat deswegen begnadete Dampfplauderer wie z.B. Roland Koch Berger, Gerhart Baum Kienbaum, Bernd Stelter Rürup und Christine Walter Scheel gezeitigt. Geeignete Stichworte dazu sind (nicht erschöpfende Aufzählung) „Rentenreform“, „Steuerreform“, „Föderalismusreform“, „Gesundheitsreform“, „Strafrechtsreform“, „Zivilrechtsreform“, „Kommunalreform“, „Rechtschreibreform“. Europa ist ein einziges Reformhaus. Dabei steht das Suffix „Reform“ stets als Synonym für ein – per Saldo – Steigern der Steuern und Abgaben, damit der Arbeitsmarkt von arbeitslosen Fachleuten entlastet wird, die in die Mikado-Bürokratie wechseln und finanziert werden wollen. Das stärkt die Konsumnachfrage.


Wegweisend für Europa ist in diesem Bereich die Einrichtung eines Behördlichen Zentrums zur Verwaltung des Bürokratieabbaus, welches in Deutschland bereits in vorbildlicher Weise etabliert wurde.

[Bearbeiten] Westasien

Westasien reicht von der Neisse bis zur Lena.

Die Bürokratie ist dort ganz anders ausgestaltet als in Zivileuropa. In Westasien herrschte schon immer der „mir nichts, dir nichts“-Kommunismus. Was man hatte, nahm der Staat und man holte es sich irgendwie von einem Bankkonto zurück, ohne sich dafür etwas kaufen zu können. Westasien ist aber auch bekannt dafür, Wörter zu verschlucken und Autos Betonungen zu verschieben. Daher hat man dort nach dem Fall des Eisernen Vorhangs den „mir, nichts dir“-Kapitalismus erfunden. Er zeichnet sich dadurch aus, dass durch Erbfolge in Bürokratenstellungen hineingeborene Philantropen nicht vom Staat, sondern von Bittstellern für diverse Dienstleistungen wie z.B. Pass-, Geld-, Schmuckkarten- oder Urkundendrucke sowie das Versenken von U-Booten oder dem Verleihen von Uran 235 bezahlt werden. Dabei sind westasiatische Bürokraten sehr hilfreich und effizient.

Die westasiatische Art der Bürokratie ist der zivileuropäischen haushoch überlegen, weil der Staat dadurch Geld spart, das er für soziale Projekte im durch Sturmfluten Erdbeben Seuchen zerstörten Tschetschenien oder für Bärentöter Victor Walujew oder für Schalke 04 ausgeben kann.

[Bearbeiten] Ostasien

Ostasien reicht von Gaza bis Timor, umfasst also überwiegend jüdische Stammesgebiete und daneben einige katholische und buddhistische Exklaven. Das drückt dieser Region kulturell den Stempel auf.

Die Effizienz der in Ostasien herrschenden Bürokratie verpufft leider weitgehend in Stammesfehden und Streitereien um Kleinigkeiten. Höhepunkt der Bürokratie war jüngst das Passieren einer Ziegenherde von Galiläa nach Phönikien. Die Zöllner verlangten für jede einzelne Ziege ein Einreisevisum mit biometrischem Hufabdruck (vgl. unten „USA“).

Basisbürokratisch sind in Ostasien Rechtsprechung und Strafverfolgung. Sie kleben noch an der mehrere Jahre alten Generalnorm „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ von Generalstaatsanwalt Freisler Wandergruppenführer Moses. Dubai sind Gefängnisse weitgehend überflüssig, denn Strafen erfolgen unbürokratisch durch körperliche Ertüchtigung Züchtigung. Das Strafenregister ist überschaubar und dekliniert den Verlust
Kleine Meerjungfrau

Jungfrau, auf Nachschub toter Bürokraten aus Ostasien wartend

schuldangemessener Körperteile:
  • Einbruch - Hand
  • ein Jägermeister - Zunge
  • doppelter Jägermeister - Leber
  • Porno schauen - ein Auge
  • Westfernsehen schauen - zwei Augen
  • Ehebruch (Mann) - Schnippi
  • Ehebruch (Frau) - Nagellack
  • George W. Bush hören - ein Ohr
  • Tokio Hotel hören - zwei Ohren
  • Stoiber hören und sehen - zwei Augen und zwei Ohren
  • über den See Genezareth laufen - ein Fuß
  • nach Dänemark pilgern - zwei Füße

Dies wird auch als „Au-Deklination“ bezeichnet und soll im Rahmen einer Strafrechtsbürokratieliberalisierung demnächst um die justizerkenntniswissenschaftlich jüngsten Strafmuster

  • Sengen
  • Kurt Beck die Hand schütteln
  • Drosseln
  • Zähne putzen
  • Würgen

differenziert werden.

Abstellgleis

Die Tali-Bahn auf Abstellgleis

Die Hauptstadt von Ostasien ist Afghanistan. Sie ist mit vielen die Sinne betörenden Pflanzen bewachsen, die man von der Tali-Bahn aus betrachten kann. Das ist ein Schmalspurvehikel, von freimaurerisch-altruistisch gesinnten Bürokraten unter dem Sultan Tali erschaffen, um die reine Leere aus den betörenden Pflanzen – auch „Hallus“ genannt – genießen zu können. Deren Extrakt ist mittlerweile zu einem Exportschlager geworden und finanziert die Au-Deklinations-Bürokraten z.B. durch Werbefilme wie „Hero in July“ oder Poppsongs wie „Hero in a Dream“. Der Ausspruch „Opi um 10 gehst du aber ins Bett!“ stellt ebenfalls eine geschickt verkappte Werbebotschaft für den Pflanzenextrakt dar und belegt - weltweit einmalig - dass Bürokraten denken können.

Die Disziplin der bürokratischen Herrscherkaste in Afghanistan lässt nach westlichen Maßstäben hingegen eher zu wünschen übrig. Wenn in Deutschland zum Beispiel jemand den Ausspruch wagt „Ich bin dann mal weg“, kurz „bin weg“, kommt dies wegen dessen Seltenheit sofort auf die Bestsellerliste. In Afghanistan jedoch ist der Tätigkeitsbegriff „bin Laden“ eine alltägliche Floskel beim Abschied in die Mittagspause. Man trifft sich dann untereinander zu zwanglosen Schießübungen auf Faller-Häuser, Märklin-Bahnen, Revell-Flugzeuge und Siku-Autos in allenthalben über die Hauptstadt verstreuten Schießbuden. Der Sieger darf immer Salman Rushdie vergiften.

Insgesamt ist die Bürokratiekultur Ostasiens der Westlichen wesensfremd, weil bürokratisch straffer und wehrhafter durchgestylt. Jede Stadt hat ein eigenes Kriegsministerium, in größeren Städten sogar mehrere. Die lokalen Kriegsminister werden „Muezzin“ genannt und verlesen mehrmals täglich hoch auf ihren Ministerien die Frontmeldungen, die von ihren Bürokraten ersonnen recherchiert worden waren. Danach erstürmt das Volk immer ausländische Botschaften, wie zum Beispiel nach Genschers Rede in Prag Khomeinis Rede in Teheran.

[Bearbeiten] Vereinigte Staaten von Amerika

Die USA sind das größte Land der Welt. Es fängt in Seoul an, reicht über Guam und Mexico City bis Toronto und hört erst in der Grafschaft Essex auf.

Wegen der Jahrtausende alten demokratischen Tradition der USA gibt es praktisch keine Bürokratie dort. Das liegt daran, dass jeder Bürger (außer Schwarzen, Hispanos, Demokraten, Katholiken, sonstigen Personen Nicht-Angelsächsischer Abstammung) Bürokraten auf offener Straße erschießen darf. Daher treten Attentate auf US-Präsidenten als vermeintlichen Drahtziehern geheimer Bürokratiebestrebungen in diesem liberalen Land gehäuft auf.

Eine Ausnahme stellt die Einreise und der nachfolgende Aufenthalt von Terroristen in den USA dar. Laut Definition des Werwolf-Ministeriums in Washington ist ein Terrorist, „... wer die alle drei Monate vom Außenministerium neu zu bestimmende Grenze der USA von außen für einen Zeitraum übertritt, der länger dauert, als man für den Verzehr eines BigMac benötigt.“ Somit fallen fast 5% der Besucher der USA unter den „terrorism act“ und werden daher nach Strich und Faden extrem bürokratisch durchleuchtet. Bereits in ihren Heimatländern müssen die Terroristen ihre biometrischen Daten offen legen, damit sie nach Verlassen des elektrischen Stuhlgangs in Las Vegas identifiziert werden können.

Um der Terrorismusgefahr wirkungsvoll zu begegnen, haben die USA Gegenstrategien entwickelt. Zum Einen exportierten sie erfolgreich die BigMac-Subkultur in verschiedene Regionen außerhalb des Landes, um der Einreise von Terroristen vorzubeugen. Die Werbeslogans „Los Wochos“ oder „Bombenstimmung bei MacDoof“ sollen dabei das Gefühl von Southfork, Woodstock, Mississippi Burning, Flower Power, Alcatraz, Big Apple, Monica Lewinsky, Charles Manson, Hoss Cartwright, Harlem, Klondike, Ground Zero, Tornado Alley, Oscar und KuKluxKlan vermitteln. Zum Andern treten die USA der Bürokratie außerhalb ihrer Grenzen offensiv entgegen und erschießen in einem Akt der Notwehr deren Galeonsfiguren auf offener Straße – wie zu Hause. Korea, Möllemann, Vietnam, Petra Kelly & General Bastian, Grenada, Lady Di, Irak, Olof Palme und Salvador Allende sind nur einige Beispiele dafür.

Die weitgehende Abwesenheit von Bürokratie in den USA hat unter anderem mittlerweile zu einer großflächigen Bereinigung und somit Gesundung der Bankbilanzen geführt. Denn in Ermangelung eines § 18 Kreditwesengesetz konnte die US-Wirtschaft durch das Drucken von frischem Geld am Leben erhalten und viele wertlose Kredite erfolgreich an WestLB, BayernLB, Deutsche BundesBank und SachsenLB verkauft werden. Hier erweist sich die Überlegenheit eines unbürokratischen Systems über die Diktatur des Bürokratienomenklaturiats à la KopperAckermann: Während es dort keine bürokratischen Hemmungen bei der Kreditvergabe gibt, existieren hier doppelte Böden, Sicherheitsnetze, Reißleinen, Verbote und Verordnungen bürokratischster Art, um genau das zu verhindern, was eingetreten ist; sie versagen offensichtlich, sobald einem Bankfuzzivorstand statt Tränen Dollarzeichen in die Augen treten. Zunächst unbeantwortet bleibt allerdings die Frage, ob die USA europäische Banker nicht als Bürokratieterroristen erschießen würden, falls Letztere für den Ankauf wertloser Kredite kein Geld mehr bezahlen würden. Denn das würde die wirtschaftliche Stabilität der US-Bürokratiefreiheit in ihren Grundfesten erschüttern und erneut zu bislang unerörterten Notwehrmaßnahmen zwingen. Vielleicht zu einem transatlantischen Hartz-IV-Projekt à la Marshall, um Europa vor dem Verhungern zu bewahren.

[Bearbeiten] Afrika

Afrika ist ähnlich groß wie die USA, aber noch nicht ganz so mächtig.

Es reicht in Nord-Süd-Ausdehnung vom Lago Maggiore bis zu Amundsens Basislager 1911, und in der Ost-West-Ausdehnung von den Galapagosinseln bis auf die Malediven.

Die Bürokratie ist hier sehr ursprünglich, bodenständig und ohne Winkelzüge. Fast so wie in Bayern. Sie stellt eine Mischung der Gegebenheiten Ostasiens und der USA mit dem Unterschied dar, dass Handfeuerwaffen sich bei wenigen Häuptlingen Schamanen Politikern konzentrieren. Damit halten diese ihr Stimmvieh in Schach, um das Aufkeimen von Bürokratie zu verhindern. Bis heute ist ihnen das gut gelungen, zumal der Deutsche Entwicklungsdienst und die UNESCO zum Verhindern von Seuchen mit dem Bohren von Brunnen oder dem Verscharren von verhungertem Vieh die Bürokratiefreiheit wirkungsvoll flankieren.

Afrika hat Persönlichkeiten hervorgebracht, die unerschrocken und erfolgreich gegen eine schleichende Bürokratisierung des Alltags und damit gegen Hunger, Durst und Tripper eingetreten sind. Dazu gehören z.B. Kaiser Bokassa, Sophia Loren, Idi Amin, Pélé, Kaiser Nero, Verona Pooth, Kardinal Admiral Alfredo Stroessner, Bud Spencer, Howard Carpendale, Norbert Mugabe, Muhammad al Ghaddafi und Peppone. Wie ein Fanal beleuchtet die Erinnerung an sie ein Individualisieren des Bürokratismus als Massenphänomen Afrikas:

Die dünne Besiedlung erlaubt keine flächendeckenden Netzwerke der Bürokratie, weil Stempelfabriken fehlen. Der „kleine Mann“ strebt daher den Erwerb von Handfeuerwaffen an, um die Position eines Lokalbürokraten vermittelt zu bekommen und sich damit den Pfründen der Politik zu nähern. Das ist legitim und illegal zugleich - man bezeichnet es soziologisch als Individualpyrokratie.

Während die afrikanischen Staats- und Regionalbürokraten westlicher Prägung Angst und Schrecken verbreiten, verbreiten die Individualpyrokraten Afrikas nur AIDS und Elfenbein. Das verleiht der afrikanischen Bürokratie insgesamt eine menschliche Note, obwohl es manchmal auch viehisch zugeht.

[Bearbeiten] Fazit und Ausblick

Die Bürokratie ist ein weites Feld, das von der Vielfalt der Völker der Welt sehr verschieden wahrgenommen und entsprechend beackert wird. Bürokratiebrachen, wie u.a. von Europäischer Union und dem Bund Deutscher Radfahrer gefordert, gibt es eigentlich nicht mehr, außer vielleicht Tibet und Nord Korea. Oder HelgoLegoland.

Die OECD strebt eine weltweite Harmonisierung der unterschiedlichen Bürokratiereformen an, damit das arglose Stimmvieh unter dem Gesichtspunkt der Globalisierung weiß, wen es gezielt bestechen zum Abendessen/-trinken mit feminin-animalischer Degustation einladen muss, um bestimmte Produkte oder Dienstleistungen oder Urkunden ohne Gefahr für Leib und Leben zu bezahlbaren Preisen zu erhalten. Das nennt man „Subsistenzkorruption“. Sie ist ein Komparativ der Bürokratie und damit einen weiteren Artikel wert.

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