Promi
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Als Promi wird eine Person des öffentlichen Lebens bezeichnet, bei deren Anblick ein Durchschnittsmensch besondere Erregungsreaktionen wie Kreischen, In-Ohnmacht-Fallen, Um-Autogramme-Anbetteln, Am-Slip-Zerren oder auch Schreiend-Davonrennen erleidet.
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[Bearbeiten] Begriff
Die Herkunft der Bezeichnung Promi ist nicht genau geklärt, aber es gibt einige Vermutungen:
- Die wahrscheinlichste Begriffsdeutung ist nach einhelliger Meinung der journalistischen Fachwelt, dass mit Promi der Professionelle Mitesser gemeint ist. Der gewöhnliche Promi ist nicht in der Lage, sich seinen Lebensunterhalt wie andere Menschen zu erwerben, und muss daher ständig auf Empfängen und Veranstaltungen an Buffets herumlungern, um ausreichend Nahrungszufuhr sicherzustellen.
- Andere Erklärungen führen den Begriff unter anderem auf die Wortstämme Promille und Promiskuität zurück, womit weitverbreitete Vorurteile gegen den Lebenswandel des typischen Promis zum Ausdruck kommen.
[Bearbeiten] Klassifikation
Promis werden üblicherweise in eine Buchstabenklassifikation eingeteilt (A-Promis, B-Promis, C-Promis usw. bis Z-Promis). Dies diente ursprünglich einfach dem Aufruf der Promis nach dem Alphabet (damit nicht alle gleichzeitig ans Buffet drängeln). Weil aber spätestens nach dem Aufruf der A- und B-Promis das Buffet meistens schon leergefuttert war, protestierten einige C-Promis (z. B. Reiner Calmund und Sabine Christiansen) gegen diese Reihenfolge.
Aus diesem Grund wurde in den neunziger Jahren in München-Schwabing das Promi-Zentralregister eingerichtet, in der die Promis nach strengen, wissenschaftlichen Kriterien einer ABC-Analyse unterzogen und entsprechend eingestuft werden. Jeder Promi erhält eine Plakette mit einem Farbcode (grün: A-Promis, gelb: B-Promis, rot: C-Promis), die ein Jahr lang gilt und an entsprechender Stelle angebracht wird (Windschutzscheibe, Versace-Handtäschchen, Sonnenbrille, Arschgeweih). Hierdurch wurde die Verkehrsregelung auf roten Teppichen, bei Preisverleihungen und Premieren, aber auch in Swingerclubs stark vereinfacht.
[Bearbeiten] A-Promis
Als A-Promis werden Personen bezeichnet, die jeder kennt und zu denen jeder auch eine klare Meinung hat. Beispiele hierfür sind Günther Jauch, Dieter Bohlen, Harald Schmidt, Verona Pooth, Paris Hilton oder Johannes B. Kerner. Das Zentralregister legt Wert auf die Feststellung, dass für die Einstufung als A-Promi kein besonderes geistiges oder moralisches Niveau erforderlich ist; in manchen Fällen führt erst das unterirdische Niveau zum notwendigen Bekanntheitsgrad für die ersehnte A-Einstufung.
[Bearbeiten] B-Promis
Als B-Promis werden Personen bezeichnet, die nicht jeder kennt, zu denen aber trotzdem jeder eine klare Meinung hat. Beispiele hierfür sind Eva Herman, Jan Ullrich oder Zinedine Zidane.
[Bearbeiten] C-Promis
Als C-Promis werden Personen bezeichnet, die niemand kennt und die zunächst einmal stundenlang erklären müssen, in welchem Werbespot, Container oder Dschungelcamp sie mal eine Nebenrolle hatten, um ihre Autogrammkarten überhaupt an den Fan bringen zu können. Beispiele hierfür finden sich unter anderem bei Germany's next Topmodel oder DSDS. Diese Veranstaltungen werden von interessierter Seite auch zur Massenherstellung neuer C-Promis durchgeführt.
[Bearbeiten] Aufstiegs- und Absturzmöglichkeiten
Für den gewöhnlichen Durchschnittsmenschen ist es relativ leicht, eine Einstufung als C-Promi zu erringen. Hierzu wird lediglich eine besondere Bereitschaft vorausgesetzt, sich in der Öffentlichkeit bis auf die Knochen bloßzustellen und seine eigene Dämlichkeit in die Welt hinauszuschreien.
Der Aufstieg in die B- oder sogar A-Einstufung ist ungleich schwerer. Um in die B-Kategorie zu gelangen, ist es am einfachsten, wenn man kontinuierlich die Skandalpresse mit saftigem, schlüpfrigem Material füttert, bis die eigene Dämlichkeit irgendwann zur wiedererkennbaren Marke wird. Boulevardjournalisten sind immer auf Nachschub in diesem Bereich angewiesen, so dass sich in manchen Fällen eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Schmierenjournaille und publicityhungrigem Promi-Nachwuchs entwickeln kann.
Für die A-Kategorie braucht man dann auch noch eine Portion Glück und vor allem gute Beziehungen, so dass man regelmäßig zu guten Sendezeiten in einem oder mehreren Hauptfernsehsendern präsent sein kann.
Natürlich ist es ebenso möglich, wieder in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Promis werden regelmäßig in großen Mengen abgewrackt, und so mancher ehemalige A-Promi findet sich eines Tages in schlechtsitzender Unterwäsche in einem Dschungelcamp wieder, weil ihm das Zentralregister dies zur Auflage gemacht hat, um wenigstens seine rote Plakette behalten zu dürfen.


