DDR
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| Wahlspruch: „Der Sozialismus siecht!“ | |||
| Amtssprachen | Neusprech, Sächsisch | ||
| Hauptstadt | | ||
| Staatsform | | ||
| Regierungsform | | ||
| Staatsoberhaupt | | ||
| Regierungschef | | ||
| Verfassung | 98,85 % Ja | ||
| Fläche | 98,85 % Ja | ||
| Einwohnerzahl | 98,85 % Ja | ||
| Bevölkerungsdichte | 98,85 % Ja | ||
| Währung | Mark (nur als Spielgeld) | ||
| Zahlungsmittel | Westmark, Forumschecks | ||
| Unabhängigkeit | (keine, da von Moskau ferngesteuert) | ||
| Verfassung | ökonomisch in permanent schlechter | ||
| Nationalhymne | Abgebröckelt zu Ruinen | ||
| Kfz-Kennzeichen | | ||
| Staatsreligion | Sozialismus | ||
| Volkssport | „Organisieren“ | ||
| Alljährliche Loveparade in Ostberlin | |||
„Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.“
- ~ Walter Ulbricht 1961 über die Mauer
„Kapitalismus ist die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen. Im Sozialismus ist das genau umgekehrt.“
- ~ Erich Honecker 1988 über Sozialismus
„Von einem feudalen Leben kann ich gar nicht sprechen.“
- ~ Erich Honecker über Wandlitz, die riesige Schorfheide mit ihrem Dutzend Jagdhütten, seine eigene Ferieninsel in der Ostsee und seine 14 Autos
„Double-Data-Rate 133 MHz Takt ECC buffered registered parity Singlechip EDO 128 MB für Sie nur 185 Euro! Damit haben Sie auf mindestens 10 Jahre garantiert den schnellsten Speicher!“
- ~ Verkäufer bei Media Markt, Oktober 2005 über DDR
„Wir sind in der DDR vierzig Jahre lang betrogen worden. Das sagen mir selbst 25jährige.“
- ~ Manfred Becker über DDR
Die Deutsche Demokratische Republik, gesprochen „Teudsche Demkraatsche Replik“, abgekürzt DDR, war ein sozialistischer Staat auf bundesdeutschem Grund und Boden, der von 1949 bis 1990 existierte. Sie war die politische Organisation der Werk-Untätigen unter Führung der marxistisch-leninistischen Partei mitsamt ihrer Arbeiter- und Bauernintelligenz, dem so genannten real satirischen Sozialismus. Hauptstadt war zunächst Pankow, später Wandlitz. Wie ihr Name schon sagte, war die DDR eine reale Demokratie, die an Bürgernähe (Mittels Spitzel) die Demokratie der Schweiz weit in den Schatten stellte. Bedauerlicherweise wussten das ihre Bewohner nicht zu schätzen, was 1989 zur so genannten "Wende" führte.
1949 im Wesentlichen durch Enteignung aus der Konkursmasse des Dritten Reiches entstanden, wurde das Gebilde kaum in der Weltöffentlichkeit wahrgenommen. Einzige äußerliche Anzeichen für ihre Existenz waren Sperrzäune ringsum, ein kleiner Hindernisparcours auf der Autobahn nach Berlin sowie Einträge in den Telefonbüchern der Deutschen Bundespost wie Drüben, Zone, Mitteldeutschland oder Täterä.
Nach über 40-jährigem Siechtum erlag die DDR 1990 aus unerklärlichen Gründen dem Aufstand des Volkes. Das Ergebnis war die feindliche Übernahme des Territoriums durch die Bundesrepublik, die dort unverzüglich blühende Landschaften entstehen ließ und das Gebiet in den Akten seitdem unter der Bezeichnung „Neue Bundesländer“ in Ablage „P“ führt.
Die DDR gilt als der bisher größte volkswirtschaftliche Versuch, der ansässigen Bevölkerung angesichts ihrer persönlichen Arbeitsleistung regelmäßig ungerechtfertigt hohe Geldbeträge und Sozialleistungen zukommen zu lassen, ohne dabei das permanente Gemecker totzukriegen. Diese wirtschaftlich-kulturelle Linie wurde in den Neuen Bundesländern bis heute nahtlos fortgeführt und gilt bis heute als wesentliches Erkennungsmerkmal ihrer Bewohner, der so genannten Ossis.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Die DDR grenzte – bis auf Bayern im Südwesten – ausschließlich an urdeutsche Gebiete. Diese waren im Goldenen Westen die Bundesrepublik, im Südosten das Sudetenland und im Norden die Ostsee. Im Osten grenzte die DDR an Stettin, Hinterpommern, die Brandenburger Ostmark sowie Niederschlesien; deutsche Gebiete, die heute allesamt aus unerfindlichen Gründen fälschlicherweise Polen zugeordnet werden.
Das Gebiet der DDR war ringsum mit praktischen Streckmetallzäunen, Grünstreifen und Sperrgräben, keinesfalls jedoch mit Selbstschussanlagen, umgeben. Insbesondere war die westliche Grenze nur für Bewohner des westlichen Auslands passierbar. Warum trotz der großen Nachfrage aus dem Inland kein Durchlass in die Gegenrichtung erfolgte, bleibt bis heute ein Rätsel.
Der Norden des Gebiets wird durch die Norddeutsche Tiefebene eingenommen. Diese ist bis auf einen schmalen Küstenstreifen mit diversen Campingplätzen und FDGB-Ferienheimen weitgehend unbewohnt und wurde vornehmlich als Truppenübungsplatz und Jagdrevier genutzt. Die ersten nennenswerten Siedlungen Richtung Süden sind Wandlitz, Pankow und Magdeburg. In der Altmark gibt es ein Getreidesilo.
Der Süden des Landes ist war einmal dicht besiedelt und stark industrialisiert. Er ist von Hügelländern, Mittelgebirgen, Smog und Verfall geprägt. Führende Umweltverpester waren Karl-Marx-Stadt, Bitterfeld, Leuna und Espenhain. Die wichtigsten Flüsse Abwasserkanäle waren Elbe, Saale, Oder, Havel, Mulde, Neiße und Spree.
Die höchsten Abhöranlagen waren der Fichtelberg mit 1214 Metern, gefolgt vom Brocken mit 1142 Metern und dem Großen Beerberg mit 983 Metern. Tiefster Punkt der DDR war ab 1976 der Ballast der Republik, worin sich mehr als die Hälfte aller Importwaren auf wenigen Hundert Quadratmetern konzentrierten.
[Bearbeiten] Bevölkerung
Die Einwohner der DDR heißen Ossis. Es handelt sich dabei um 17.000.000 Millionen finanziell wie intellektuell dem Westen gegenüber schlechtergestellte, ihrer eigenen beschränkten Auffassung nach jedoch gleichgestellte oder sogar weit überlegene Lebewesen. Die meisten davon wohnten in alten Ruinen oder Arbeiterschließfächern am Stadtrand. Besondere Kennzeichen waren zu DDR-Zeiten der allabendliche Konsum von Westfernsehen sowie ein hoher Alkohol- und Importkaffeeverbrauch.
Im Gegensatz zur Bundesrepublik gehörte in der DDR die Erwerbstätigkeit zum Selbstverständnis der Frau. Zur Vermeidung größerer wirtschaftlicher Schäden wurden Frauen aber durch familienpolitische Anreize durchweg in niedrigeren Positionen gehalten. Geburtenrate und Erwerbsquote lagen zuletzt auf planübererfüllendem Niveau von je rund 120 %.
Die in der DDR vorherrschenden Sprachen waren das mit dem Amtsdeutschen verwandte Neusprech sowie Sächsisch (Säggssch), eine Sprache, die vor allem auf geistige Entwicklungsrückstände zurückzuführen ist. Ihre Sprecher weisen in vielen Bereichen Defizite auf, etwa dem völligen Fehlen jeglichen gesunden Menschenverstands. Aufgrund dieser Tatsache bildeten Sächsisch-Sprecher in Parteikadern, führenden Wirtschaftspositionen sowie im Polizei- Grenz- und Staatsdienst die jeweils klar vorherrschende Personengruppe.
Die Lieblingsbeschäftigung der Ossis ist das Meckern. Dabei handelt es sich um quäkend-schnatternde orale Geräuschemissionen, die in Situationen tatsächlicher oder vermeintlicher Benachteiligung anstelle beherzten und eigenständigen Handelns treten. Statt etwa kalt gewordenen Kaffee schnell selbst wieder anzuwärmen werden Bedienpersonal, Zubereitungsgerät und Tasse mit einem minutenlangen Wortschwall überzogen. Diese Fähigkeiten wurden über die ganzen 40 Jahre DDR ausgiebig trainiert und sind bei den Ossis bis heute unerreicht professionell entwickelt.
[Bearbeiten] Politisches System
Die DDR war kein totaler Unrechtsstaat, wo es nicht das kleinste bisschen Gutes gab. Im Gegenteil, sie verstand sich laut Verfassung als „sozialistischer Staat … unter Führung der Arbeiterklasse und ihrer marxistisch-leninistischen Partei mitsamt ihrer Arbeiter- und Bauernintelligenz“. Nachdem die eigentliche und absolute Macht von deren höchsten Gremien ausging, konnte folglich von einer Diktatur oder einem Unrechtsstaat keine Rede sein.
[Bearbeiten] Parteien
Die DDR war – wie der Name des Staates schon sagt – so eine richtige Demokratie. Prägendes Element dieser Grundordnung war ein pro forma existierendes Mehrparteiensystem, das typisch pluralistisch aufgebaut war. Die kommunistische Partei, die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED), erhob ihren Führungsanspruch als einzige Staatspartei, was folgerichtig auch allseits „vorbehaltlos“ anerkannt wurde. Ebenso waren alle Parteien geschlossen in der nationalsozialistischen Front organisiert und kandidierten bei allen Wahlen auch – typisch demokratisch eben – auf einer einzigen Liste.
Die anderen Parteien neben der SED waren:
- CDU demokratische Blockflöte Deutschlands,
- LDPD demokratische Blockflöte Deutschlands,
- DBD demokratische Blockflöte Deutschlands,
- NDPD demokratische Blockflöte Deutschlands.
Die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) war als einzige Staatspartei per se unfehlbar. Die Richtigkeit aller ihrer Entscheidungen war schon laut Verfassung nicht im Geringsten anzuzweifeln; sie hatte auch laut einschlägiger Schlagertexte „immer recht“. Dieser Anspruch der „Einheit zwischen Bevölkerung und Führung“ erfüllte sich insbesondere mit zunehmender Vergreisung der Führungsebene gerade in den 1980er Jahren auf beeindruckende Weise.
Die machtpolitische Legitimation der SED wurde durch die beständige und überwältigende Zustimmung von Seiten der Bevölkerung von stets 98,85 % immer wieder aufs Neue bestätigt und wurde durch den Bau der Mauer 1961 letztlich auch architektonisch vollzogen.
Die größte Macht ging dabei stets vom Altersheim Zentralkomitee (ZK) der SED aus und dort vor allem von dessen Vorsitzenden und seiner Frau. Wie in der gesamten Partei war auch hier die Machtfülle stets umgekehrt proportional zur jeweiligen geistigen Zurechnungsfähigkeit. Deshalb konnte die Position des Vorsitzenden nur erreicht werden von intellektuell minderbemittelten Tischlern mit quäkender Fistelstimme und rhetorisch unbegabten kleinwüchsigen Saarländern, bei denen schon sichtlich der Kalk rieselte.
[Bearbeiten] Staatsapparatschik
Oberstes Staatsorgan der DDR war das Parlament, die Volkskammer. Die rund 500 Abgeordneten wurden alle fünf Jahre durch allgemeine, freie, ewig gleiche und geheime Wahl gewählt. Um sich angesichts der beständigen und überwältigenden 98,85 %-Ergebnisse das mühsame Auszählen der Stimmen zu sparen, wurde die Zusammensetzung des Parlaments – wie für Mehrparteiendemokratien typisch – gleich im Vorhinein festgelegt. Auch der eigentliche Wahlgang konnte mittels Einsparung von Wahlkabinen und der Notwendigkeit des Ankreuzens gegenüber dem Westen deutlich beschleunigt werden.
Ebenso war der parlamentarische Betrieb wesentlich unkomplizierter, als dies etwa in der BRD der Fall war und ist. Politische Debatten oder lange Sitzungswochen waren nicht erforderlich. Die Volkskammer trat nur viertel alle die Jahre mal zusammen und übte dabei synchrones Händchenheben im Takt der Regierungserklärungen. Dies funktionierte über all die Jahre sehr zuverlässig bis auf eine kleine Panne bei der Einführung der Fristenlösung bei Schwangerschaftsabbrüchen im Jahre 1972. Das MfS ist darüber informiert und hat bereits den Operativen Vorgang „Gegenstimme“ angelegt.
[Bearbeiten] UnRechtsstaat
Auch von einem Unrechtsstaat konnte keine Rede sein, zumal die DDR stets alle wesentlichen Kennzeichen eines Rechtsstaats erfüllte: sie hat keine Kriege geführt, keine Juden vergast und auch keine Menschen auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Ganz im Gegenteil, es gab in der DDR sehr wohl Gesetze wie eine Straßenverkehrsordnung, eine Brandschutzverordnung und auch eine umfassende Kinderbetreuung.
Politische Gegner konnten wie in einem Rechtsstaat üblich stets nur nach Strafgesetzbuch verurteilt werden. Mit Paragraphen wie „Staatsfeindlicher Hetze“, „Öffentlicher Herabwürdigung“, „Rowdytum“ oder „Asozialem Verhalten“ folgte die DDR dabei ganz klar rechtsstaatlichen Prinzipien, wonach ein Angeklagter den Sinn eines Gesetzes nicht zu verstehen braucht, um danach verurteilt zu werden.
Auch die Strafprozesse an sich waren stets fair; Angeklagte wurden nur nach lückenloser Beweisführung und erst nach umfassendem von der Stasi durch monatelange physische und psychische Folter erpressten oder gleich ganz gefälschten Geständnis verurteilt. Auch ein Rechtsanwalt saß immer irgendwo unbeteiligt in der Ecke. Und die Richter waren in der DDR schon aufgrund ihrer SED-Pflichtmitgliedschaft ganz klar unabhängig.
Da staatliche Organe ihrerseits niemals gegen geltendes Recht verstießen, konnte zudem die Verwaltungsgerichtsbarkeit eingespart werden. So fanden in der DDR weder Enteignungen noch Schwarzbauten statt noch irgendwelche Staatssicherheit. Und wenn Sie jetzt etwas Gegenteiliges behaupten, wir können auch anders!!!
[Bearbeiten] Militär
Da sich die DDR immer nur für Frieden und Völkerfreundschaft eintrat, wurde – ganz im Gegensatz zu den aggressiven Imperialisten in der BRD – nur eine sehr kleine Armee von lediglich 3.565.000 Zihillionen Mann benötigt. Diese wurde von Beginn an auch vollkommen anti-nationalistisch und anti-militaristisch ausgerichtet. Dies drückte sich bereits in ihrem Namen „Nationale Volksarmee“ aus und wurde konsequent fortgeführt bis hin zu den Uniformen, die ganz und gar nicht so aussahen wie bei der Reichswehr von 1933. Und für den Aufbau, die Ausbildung und die Führung der Armee wurden überhaupt nicht keine auf keinen Fall Nazi-Offiziere eingesetzt, vor allem keine 75 % auf der höheren Kommandoebene.
Infolge des beständigen Einsatzes für den Frieden gab es in der DDR auch keine Wehrpflicht, keinen Wehrunterricht an den Schulen und keine paramilitärischen Verbände mit mehreren 67-und-120.000 Mann Sollstärke wie die Gesellschaft für Sport und Technik (GST). Gleiches gilt für die bewaffneten Betriebskampfgruppen, die beim Bau der Mauer 1961 dann folglich auch nicht zum Einsatz kamen.
[Bearbeiten] Öggonomie
Die Ökonomie (sächsisch: Öggonomie) der Deutschen Demokratischen Republik war nach dem Vorbild der glorreichen Sowjetunion als sozialistische Verzentralwaltungswirtschaft organisiert. Kennzeichen dieser den westlichen Produktionsmethoden weit überlegenen Wirtschaftsordnung waren die mehrere tausend Seiten langen unfehlbaren Fünfjahrpläne (sächsisch: dea Ploon), die jede internationale Entwicklung ignorierten über ein halbes Jahrzehnt zielgenau vorhersehen konnten und seit jeher auf die Kraft, den Tatendrang und neue Initiativen der Arbeiterklasse, der Genossenschaftsbauern und aller anderen Werktätigen bla bla bla bla bla.
Im Zuge des letzten und ersten zweiten dritten vierten fünften sechsten siebten achten Fünfjahrplans sollten durch Intensivierung, Effizienzsteigerung und Einsparungen die Arbeitsproduktivität weiter gesteigert, Löhne und Renten erhöht, die Stahlindustrie Chemische Industrie Mikroelektronik weiter ausgebaut und in Wandlitz, Haus Nr. 8 zwei neue Steckdosen installiert werden.
[Bearbeiten] Organisation der Produktion
Die Vergesellschaftung der gesamten Produktion (Prodüggtion) ermöglichte den Aufbau einer Industrie mit hochineffizienten Produktionsmethoden, modernsten Produktionsanlagen mit diversen fehlenden Schrauben sowie einem beständigen Mangel Überfluss an Ersatzteilen. Sämtliche Maschinen und Ausrüstungen stammten keineswegs aus volkseigener Produktion sondern aus dem Westen und wurden von Schalck-Golodkowski mal wieder viel zu teuer und wie immer ohne Bedienungsanleitung eingekauft. Ferner war die Deutsche Demokratische Republik auch das europäische Land mit der höchsten Dichte an Fertigungsrobotern wie beispielsweise Registrierkassen, Taschenrechnern, Münzfernsprechern und Infrarotfernbedienungen.
Der Überalterungs- und Verschleißgrad der Industrieausrüstungen und der damit verbundene Wartungs- und Reparaturaufwand konnte im letzten Fünfjahrplan in großem Umfang gesteigert werden und lag zuletzt bei über 353 % und damit 42,6812-mal höher als in der BRD, was die Überlegenheit der sozialistischen Wirtschaftsordnung eindrucksvoll demonstrierte.
Seit dem vierten Fünfjahrplan sind die Volkseigenen Betriebe zusätzlich in Kombinaten (Gömbinaatn) verorganisiert. Dadurch konnten Größe und Ineffizienz von Verwaltung und Produktion um ein Mehrfaches gesteigert werden. Die so entstandenen Produktivmonopole ließen auf breiter Front den für die Mehrzahl der Betriebe ruinösen Wettbewerb um die besten und billigsten Produkte auf Weltniveau entfallen, so dass auch ökonomischer Unsinn technisch minderwertige oder überaltete Waren weiterhin bedenkenlos
produziert
prozudiert
prudoziert
produzeirt
prodzuiert werden konnten, wie etwa Mülana-Pullover mit Breite 54 und Länge 40 für unsere naturgemäß quadratisch geformten Bürger.
Große Produktionserfolge konnten vor allem in der chemischen Industrie verzeichnet werden. Allein in den Kombinatsbetrieben von Bitterfeld, Leuna und Lauchhammer konnten 1988 nachweislich zwölfmal mehr Schadstoffe in Luft und Gewässer freigesetzt werden als in der gesamten westlichen Bundesrepublik.
Auch das im Zuge des vierten und fünften Fünfjahrplans beschlossene und seit Juni 1977 unter großen Anstrengungen aufgebaute Programm zur Erforschung, Entwicklung und Anwendung der Mikroelektronik zeugte von der Überlegenheit der sozialistischen Wirtschaftsordnung. 1989 schloss das Kombinat "Carl Zeiss Jena" die Entwicklung des 1-Megabit-Chips U61000D ab, nur wenige Wochen nach Anlauf des 4-Megabit-Chips im Nichtsozialistischen Wirtschaftsgebiet. Mit seinen Produktionskosten in Höhe von 536 Mark pro Stück konnte der 2,6 kg schwere und 78,5 cm lange Baustein die Konkurrenz auf dem Weltmarkt weit hinter sich lassen, wo derart leistungsfähige Chips zu dieser Zeit für 20 US-Cent angeboten wurden. Somit konnte der Rückstand gegenüber dem nichtsozialistischen Wirtschaftsgebiet im Bereich der Mikroelektronik in beachtlichem Umfang von bislang sieben auf nunmehr neun Jahre gesteigert werden.
[Bearbeiten] Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik
Die auf dem VIII. Parteitag der SED beschlossene "Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik" als "Hauptaufgabe" der sozialistischen Produktion bedeutete den Beginn einer bis dahin weltweit einzigartigen sozialistische Errungenschaft. Durch den schnelleren Anstieg der Lohn- und Sozialleistungen gegenüber der Wirtschaftsleistung wurde erstmalig mehr Verbrauch als Produktion mit den ohnehin beschränkten ökonomischen Möglichkeiten dauerhaft in Einklang gebracht.
Die staatlich festgesetzten Löhne und Renten stiegen daraufhin jährlich 25 % schneller als das Nationaleinkommen, während die Arbeitsproduktivität planmäßig um 22 % zurückblieb. Gleichzeitig erfolgte durch die Steigerung der Exportraten eine hohe Verknappung hochwertige Konsumgüter, so dass sich die Angehörigen der Intelligenz fortan nicht mehr durch den Erwerb von Luxusgütern von den Werktätigen der Arbeiterklasse abheben konnten. Gleichzeitig wurden die Preise für Mieten und Grundnahrungsmittel auf dem Stand von 1938 festgesetzt, um die Bürger unserer Republik vor plötzlichem Verhungern und Obdachlosigkeit zu schützen.
Warum die Bürger der DDR trotz dieser enormen nutzlosen Geldzuwendungen, dem Überfluss an Nahrungsmitteln, billigen Dreiraum-Vollkomfortwohnungen, Babyjahr, Ehekredit und vertaktetem Ostsee-Urlaub pausenlos Beschwerden über fehlende Schuhe, Schrankwände und Waschmaschinen verfasst haben, konnte bis heute nicht nachvollzogen werden. Auch die mangelnde Nachfrage an Pullovern der Größe 54 auf 40 stellte die Nationalökonomen vor ein beständiges Rätsel.
Dieses an sich so fortschrittliche volkswirtschaftliche System der Überversorgung bei gleichzeitig mangelnder Arbeitsleistung sowie andauernder Vernachlässigung der Investitionen in neue Industrien wurde nach der Wende von der BRD übernommen und auf dem Gebiet der ehemaligen DDR überaus erfolgreich fortgeführt. Die jährlichen 120 Milliarden Euro Leistungsbilanzdefizit der Neuen Bundesländer markieren den Siegeszug der einzigen sozialistische Errungenschaft, die sich auch im Nichtsozialistischen Wirtschaftsgebiet erfolgreich durchsetzen konnte. Warum dagegen die Produktion der überaus erfolgreichen Pullover Größe 54 auf 40 eingestellt wurde, konnte aus nationalökonomischer Sicht nicht geklärt werden.
[Bearbeiten] Kultur
[Bearbeiten] Bildung
Das Bildungssystem in der DDR war als einheitliches Gemeinschaftsschulsystem organisiert. Zentrales Element war nach der Vorschulerziehung in der Schreikinderverwahranstalt die zehnklassige, allgemeinverbildende polyzyklisch-aromatische Oberschule (POS).
Der Unterricht an der POS betonte stark die mathematische Komponente und war damit ganz auf die Bedürfnisse der sozialistischen Wirtschaftsordnung ausgerichtet. Gelehrt wurden unter Anderem Schönrechnen, Milchmädchenrechnung und Statistik. Zugleich wurde in den Fächern Neusprech und Sächsisch die sprachliche und geistige Verkümmerung gefördert, und das Fach Staatsbürgerkunde sorgte für die passende Rotlichtbestrahlung.
Der Sprachunterricht beschränkte sich weitestgehend auf Russisch, die Sprache der Dichter und Denker Säufer und Wirtshausschläger. Westliche Fremdsprachen wie Deutsch waren dagegen strikt kontingentiert, was sich auch heute noch an jeder Ladentheke negativ bemerkbar macht.
Ab Klasse 7 wurden die Schüler tageweise zur Kinderarbeit Einführung in die sozialistische Produktion (ESP) verpflichtet. Dabei montierten sie in den Betrieben als kostenlose und willige Arbeitskräfte Dosenöffner, Telefonapparate und Fahrscheinentwerter am Fließband zur Eingewöhnung an die sozialistische Arbeitswelt im produktiv-vertakt-takt-takt-takt.
An die POS schloss im Regelfall eine dreijährige Berufsausbildung an. Gelehrt wurden dabei ausschließlich moderne und zukunftssichere Berufe wie Melker, Dampflokheizer, Schreibmaschinenmechaniker oder Facharbeiter für erzgebirgische Holzschnitzkunst. Dadurch hatten die Ossis nach der Wende auch erheblich bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt als ihre westdeutschen Kollegen, was sich bis heute in der bekanntermaßen extrem guten Arbeitslosenstatistik in den Neuen Ländern bemerkbar macht.
[Bearbeiten] Sport
Besonders in den späteren Jahrzehnten entwickelte sich die DDR zu einem großen Förderer des Sports. Dabei wurde einerseits der Breitensport gefördert zur Erhaltung der Volksgesundheit. Die Werktätigen in den Betrieben wurden zu regelmäßigen Trainingsveranstaltungen angehalten, so dass besonders in den Industriegebeiten das Risiko des frühzeitigen Ausscheidens aus dem Arbeitsleben wegen Staublunge und Arsenvergiftung erheblich gesenkt werden konnte.
Mit dem Breitensport erfolgte andererseits eine ausgiebige Talentschau zur Gewinnung von Spitzensportlern. Wer etwa beim Werkmarathon in Leuna trotz Staubwolken, Schwefelsmog und verseuchtem Trinkwasser Rekordzeit lief, konnte mit sofortiger intensiver Förderung mittels Doping durch den Sportmedizinischen Dienst der DDR rechnen. Die großen Erfolge des DDR-Spitzensports auf internationaler Ebene mit zahlreichen Medaillengewinnen und Olympiasiegen zeugten eindrucksvoll von der Leistungsfähigkeit der Medikamentenindustrie Sportler.
[Bearbeiten] Medien
Die Medienlandschaft der DDR war durch ihren beständig gleichen Wortlaut von enormer Vielfalt in der Berichterstattung geprägt. Zeitungen und Fernsehprogramme der DDR berichteten pausenlos von Produktionserfolgen, Fortschritten, Neuerungen, Effizienzsteigerungen und vom allseitigen materiellen Überfluss.
Da diese Meldungen ganz offensichtlich nichts mit der DDR zu tun hatten, bevorzugte die Bevölkerung die permanente Indoktrination durch die Propagandasender des imperialistischen Klassenfeindes. Mit Sendungen wie „Kennzeichen D“, „Kontraste“ oder der „Tagesshow“ erfolgte die allabendliche kollektive Ausreise von Millionen DDR-Bürgern in die BRD zum Zwecke der Einsichtnahme in die Lebensverhältnisse der DDR.
Die zweifellos beste Sendung des DDR-Fernsehens war Der Schwarze Kanal von und mit Karl-Eduard von Schnitz*——.
[Bearbeiten] Deutsch-sowjetische Freundschaft
Der wichtigste Bestandteil der Alltagskultur bildete die Deutsch-Sowjetische Freundschaft (DSF). Laut Artikel 6 der Verfassung pflegte die DDR „die allseitige Zusammenarbeit und Freundschaft mit der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken“. Allein dieser Passus in der Verfassung führte unweigerlich zu sofortiger und inniger Verbundenheit der Bürger der DDR mit der glorreichen Sowjetunion.
Schon mit der anfänglichen Demontage der Industrieanlagen nach 1945 wusste die Sowjetunion die DDR-Bürger für sich zu begeistern. Weiter verstärkt wurde dieser Effekt durch die beständige kostenlose Lieferung zahlreicher hochwertiger Industrieprodukte aus der DDR in die Sowjetunion. Zusätzlich leisteten über 300.000.000 stationierte Sowjetsoldaten wertvolle Unterstützung beim Aufbau des Sozialismus durch die beständige Zertrümmerung der Infrastruktur mit T55-Panzern und anderem schweren Gerät.
Als Ausgleich für diese brüderliche Hilfeleistung fuhren alljährlich tausende DDR-Bürger voller Begeisterung zum Pipeline-Bau in die Ukraine. Daneben wurden Teile der sowjetischen Alltagskultur übernommen wie Trinkfestigkeit, Schlagfertigkeit, Staatsgläubigkeit und Schlamperei in der Produktion.
[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] Entstehung
Die Entstehung der Deutschen Demokratischen Republik geht auf die Aufteilung Deutschlands in Besatzungszonen durch die Siegermächte zurück. Reichlich beleidigt darüber, mit der Sowjetzone nur eine der insgesamt vier Zonen abbekommen zu haben, unternahm der große Führer Josef Wissarionowitsch Stalin in seiner Zone den Versuch, einen Saustall Kommunismus nach Moskauer Vorbild zu errichten und ihn für die Bewohner der übrigen Zonen attraktiv zu machen. Dazu befahl er in seiner Zone ebenso populäre wie vorbildliche Maßnahmen wie die Enteignung der Grundbesitzer, die Demontage der Industrie, die Zwangseingliederung Vereinigung der SPD in die KPD zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) sowie die Gleichschaltung aller andersdenkenden Parteien.
Aus unerfindlichen Gründen empfanden die Bewohner der Westzonen aber völlig unerwartet D-Mark, Schaufenster voller Bananen und den Marshallplan attraktiver und gründeten daraufhin mit der BRD ihren eigenen Staat. Um jetzt nicht wie der letzte Depp dazustehen, machte die Sowjetunion in ihrer Zone mit der DDR eben auch so einen Staat auf. Ein Beitritt der Sowjetzone zur BRD kam dagegen nicht in Frage, denn SED-Chef Walter Ulbricht war an seinem Stuhl bereits unlösbar festgeklebt.
Als sich bei der ersten Parlamentswahl 1949 aus unerfindlichen Gründen nicht die erwartete überdeutliche Mehrheit für den Kurs der SED fand, erging der Beschluss, den Wahlergebnissen ab sofort zu mehr Glaubwürdigkeit zu verhelfen, indem sie pauschal mit 98,85 % Ja-Stimmen angegeben werden sollten.
[Bearbeiten] Aufbau des Sozialismus
Nach der Machtübernahme durch die SED bauten Walter Ulbricht und sein Freund, der Plan, den Sozialismus planmäßig auf. Nachdem die Überlegenheit der sozialistischen Planwirtschaft gegenüber der BRD einstimmig beschlossen worden war, erfolgte die Verstaatlichung der Betriebe und die Kollektivierung der Landwirtschaft. Durch sofortige Einsetzung ausschließlich fachfremder Direktoren konnten alle Betriebe mit den gesamtgesellschaftlichen Erfordernissen in Übereinstimmung gebracht werden.
Dennoch blieben kleinere Betriebe zunächst verschont. Erst im Zuge des fünften Fünfjahrplans ab 1971 wurden mit der endgültigen Kollektivierung der letzten privaten Produktionsbetriebe die letzten Reste des Kapitalismus in unserer Republik endgültig ausgerottet. Seitdem waren nicht nur die formschönen Produkte unserer erdöl- und stahlverarbeitenden Industrie dauerhaft im Überfluss auf den Materialengpasslisten verzeichnet, sondern auch ganz alltägliche Konsumgüter wie Wäscheklammern, Zahnbürsten, Sofas, Plüschtiere, Durchlauferhitzer, Steckdosen, Badewannen und Hausschuhe.
[Bearbeiten] 17. Juni 1953
Doch bereits Anfang der 1950er Jahre zeigte sich, dass die in der DDR gültigen Arbeitsnormen im Vergleich zur Versorgungslage deutlich zu niedrig angesetzt waren. Der Bergmann Adolf Hennecke übertraf sein Arbeitssoll zum wiederholten Male mit 387 %, obwohl es im Konsum schon über Wochen nichts mehr zu kaufen gab. Daraufhin drängte die werktätige Bevölkerung auf eine deutliche Erhöhung ihrer Arbeitsnormen. Die DDR-Führung reagierte zunächst nur zögerlich, doch am 28. Mai 1953 wurde das Arbeitssoll unter großem Jubel des Volkes um über 10 % erhöht.
Die Bevölkerung reagierte voller Begeisterung und schloss sich am 17. Juni zu einem spontanen Demonstrationszug auf der Stalinallee in Berlin zusammen. Die Menschen warfen im Freudentaumel mit Steinen um sich und zündeten voller Freude staatliche Einrichtungen und Versorgungsbetriebe an. Die Demonstrationen konnten erst eingedämmt werden, nachdem die DDR-Führung drohte, im Wiederholungsfall das Volk per Dekret einfach aufzulösen und sich ein Neues zu wählen. Dennoch sollte es die Regierung von nun an nie mehr wagen, der ostdeutschen Bevölkerung für einmal bezahltes Geld auch Arbeitsleistung abzuverlangen, ein Zustand, der im Wesentlichen bis heute angehalten hat.
[Bearbeiten] Mauerbau 1961
Nachdem sich in den 1950er Jahren die Überlegenheit des Sozialismus immer mehr herauskristallisiert hatte, entschloss sich eine stetig steigende Zahl sozialistisch denkender BRD-Bürger zur Umsiedelung in die DDR. Trotz ausführlicher Sicherheitsprüfungen von Seiten des MfS schwoll die Flüchtlingswelle immer weiter an. Immer mehr Menschen aus der BRD wollten sich einen Lebenstraum erfüllen und im ersten Arbeiter- und Bauernstaat auf deutschem Boden ein Leben in Gleichheit und Brüderlichkeit schlangestehen führen.
Doch Wohnraum und Arbeitsstellen in den volkseigenen Betrieben wurden zusehends knapp. Außerdem zogen vor allem gut ausgebildete, junge Menschen in die DDR, deren geistige Leistungsfähigkeit die Volkswirtschaft und die Herrschaft der SED ernsthaft gefährdet hätte. Auch fürchtete die einheimische Bevölkerung zunehmende Überfremdung, da die Möglichkeiten zur Übersiedelung auch von zahlreichen ausländischen Bürgern genutzt wurde. Die Situation drohte zu eskalieren.
Der einzige Ausweg erschien darin, die DDR endgültig Richtung Westen abzuriegeln. Am frühen Morgen des 13. August 1961 begannen Bauarbeiter und Betriebskampfgruppen mit der Abriegelung der Grenze, die im Laufe der Jahre weiter mit formschönen Betonelementen zur berühmten Mauer ausgebaut wurde. Nach diesem historischen Datum durften die DDR-Bürger endlich ganz für sich alleine vor leeren Schaufenstern schlangestehen.
[Bearbeiten] Außenpolitik
Die Außenpolitik der ersten Jahre war geprägt von diversen freundschaftlichen KnebelVerträgen im Rahmen der Ostintegration. Der Warschauer Pakt überließ Moskau die militärische Führung gleich komplett, worauf diese mit ihren Panzern in brüderlicher Freundschaft die Altmark plattmachen durften.
Die Integration in den Rat für gegensätzliche Wirtschaftshilfe (RGW) ermöglichte die vielen dankbaren und kostenlosen Freundschaftslieferungen hochwertiger Industrieprodukte an die Sowjetunion. Ebenso wurde dadurch der Import der jeweils besten Produkte aus dem Ostblock möglich, etwa der bekannten Sowjetdieselloks ohne Schalldämpfer mitsamt ihren ständig kaputten rumänischen Strömungsgetrieben. Bekanntestes Ergebnis der internationalen Zusammenarbeit auf dieser Ebene war das RGW-Auto, das die Nachteile sämtlicher bisheriger Ostblock-Fabrikate mitsamt grausigem Design gekonnt in sich vereinte.
Im Laufe der Jahre engagierte sich die DDR im Aufbau von MilitärFriedens- und Infrastrukturprojekten im Ausland. Die internationale Kooperation mit Entwicklungsländern ließ in Kuba das größte Zementwerk der Welt entstehen, damit in den armen Regionen der Welt wie Halle, Görlitz oder Bautzen nicht länger die Ziegel aus den Wänden fallen mussten.
[Bearbeiten] Ende der DDR und Wiedervereinigung
Das Ende der DDR kam für alle Beteiligten letztlich vollkommen unerwartet. Obwohl die wirtschaftliche Überlegenheit des Sozialismus mehr und mehr sichtbar wurde, sich die Versorgungslage stetig verschli-besserte und der Verfall der Städte und der Infrastruktur immer eindrucksvollere Fortschritte vorzuweisen hatte, zeigte sich die DDR-Bevölkerung zunehmend unzufrieden. Die Menschen protestierten auf der Straße und forderten ihre Ausreise in den Westen.
Die Stimmung ließ sich durch kluge politische Schachzüge wie dem Sputnik-Verbot, Äußerungen über Tapeten und über Ausreisewillige, denen man „keine Träne nachweinen“ sollte, merkwürdigerweise nicht verbessern. Erst als Politbüro-Mitglied Günther Schabowski auf einer Pressekonferenz am 9. November 1989 einen sorgfältig vorbereiteten Zettel verlas, konnte noch am selben Abend an der Bornholmer Straße in Berlin der erste Durchbruch gen Westen erzielt werden.
Trotz der nun veränderten Lage drohte nicht sofort die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten. Doch hatte Kandesbunzler Helmut Kohl gerade Bundestagswahlen vor sich, und seine Siegchancen standen schlecht. Angesichts zu erwartender 17 Millionen zusätzlicher, zu 98,85-%ig zuverlässiger Ja-Stimmen kaufte er 1990 der Sowjetunion das Gebiet der DDR samt seiner Bewohner für ein paar neue Kasernen ab. Dies geschah in bewährter westdeutscher Manier, bundesdeutschen Interessen in Europa und der Welt mittels breitem Hintern und Hartwährungs-Geldkoffer das notwendige Gewicht zu verleihen.
Die Wahlen von 1990 verliefen daraufhin auch wie geplant: Kohl faselte irgendwas von „blühenden Landschaften“, und die in Sachen Wahlversprechen naturgemäß unerfahrenen Ossis stimmten daraufhin auch alle mit „Ja“ für die CDU.
Nach dem Verschwinden der Mauer, die viele Jahre als Schutzwall gegenüber dem Westen hervorragende Dienste geleistet hatte, hatten westlich-kapitalistische Heuschreckenschwärme nun freien Zugang nach Osten. Diese kauften die Betriebe auf, legten sie still, strichen die Subventionen ein (sog. Abwrackprämie) und verschwanden danach angesichts eines Konkurrenten weniger wieder beruhigt in ihrer alten Heimat. Die noch verbliebenen Arbeiter wurden entweder von westdeutschen Konzernen versklavt oder dürfen sich seitdem ganz offiziell als „Sozialschmarotzer“ und „Plünderer der Rentenkasse“ beschimpfen lassen.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks


