Kindersprache
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Die Kindersprache ist eine seit Jahrhunderten in bestimmten Bevölkerungsgruppen, vornehmlich jüngeren aller Schichten, verbreitete Variation des Hochdeutschen.
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[Bearbeiten] Definition und Eigenschaften
Kindersprache ist, linguistisch gesehen, zwar eher ein Rätsel als eine Sprache, aber aufgrund der enormen Bedeutung für die Praxis ein von der Wissenschaft eher ungeliebter Forschungsgegenstand. Kindersprache ist eine der bisher höchstentwickelten und komplexesten Kommunikationsformen der Menschheit. Durch das Scheitern sie zu Papier zu bringen auch die bisher einzige Sprache ohne Rechtschreibfehler.
[Bearbeiten] Forschung
Die Forschung um die Kindersprache ist ein ungeliebtes Stiefkind der Wissenschaft, weil man damit kein Geld verdienen kann. Es ist auch zu befürchten, daß weiteres Wissen um Kindersprache den Eltern und Spielzeugherstellern wenig schmeichelhafte Kritiken einbrächte, weswegen im stillen Einvernehmen die Linguisten die Eltern glückliche Eltern sein lassen und die Eltern die Spielzeugindustrie eine profitable Spielzeugindustrie sein lassen.
Da die meisten Sprachforscher aus genannten Gründen, nicht etwa aus Unfähigkeit (die ist in diesem Fall bewußt vorgetäuscht), erkennen hinter den Brabbel- und Zischlauten von Kleinkindern also eher die Bestätigung bestimmter statistischer Grundregeln über Zufallsberechnung. Eltern hingegen, ohne jede Kenntnis wissenschaftlicher Spracherforschung, erkennen hinter der offensichtlichen, sprachlichen Ebene der Kindersprache eine weitere, tiefergehende Bedeutung ähnlich einem Code. Die ersten Male, wo das Kind AA sagt, sind die Eltern noch ganz begeistert und wechseln voller Inbrunst und mit tiefstem Glücksgefühl die Windel, was Außenstehende nicht nachvollziehen können. Doch liegt das daran, daß Außenstehende nicht in das komplizierte Geflecht aus scheinbar wahllosen Tönen und Geräuschen eingeweiht sind.
[Bearbeiten] Beispiele
- AA: unheilverkündendes Omen. Aufzufassen als Kritik an den elterlichen Kochkünsten. Sind grüne Punkte dem Windelinhalt beigemischt, muss umgehend ein Arzt aufgesucht werden, der dem Säugling ein Mittel für das Verdauen von Erbsen verschreibt.
- Pfffrrt: zunächst muss festgestellt werden, wo das Geräusch herstammt. Kommt es von unten, war es Luft im Bauch, die raus musste. Kommt es von oben, ist das Kind wahrscheinlich mit Leidenschaft dabei mit seinem Sabber Bläschen zu pusten und ist davon völlig fasziniert. Klares Zeichen für die Eltern, daß sie jetzt ein paar Minuten für sich haben, da das Kind sich gut und gerne zwei Stunden für das Sabberbläschenmachen hellauf begeistern kann.
- Hicks: deutet auf Schluckauf hin. Orale Infusion von Fencheltee nicht verkehrt.
- Uääh: Anzeichen dafür, daß die Eltern furchterregend aussehen. Überschwengliches Knuddeln und beschäftigungstherapiegedachtes Durchdieluftwerfen ist hier kontraproduktiv. Wird häufig verwandt um eingeschlafene Eltern zu wecken, die das Unterhaltungsmonopol fordern, oder auch in Situationen, in denen Eltern Nachbarn, Freunden und Familie suggerieren wollen, was für tolle Eltern sie seien, weswegen das sehr laute und nicht enden wollende Geschrei von Eltern mit "Vorführeffekt" kommentiert wird.
- Pick: ein leises, knallähnliches, mit den Lippen erzeugtes Geräusch, welches das Kind meist selbst überrascht, weil es nicht wusste, daß es ein Geräusch machen wird, woraufhin es lachen oder zumindest lächeln muss. Kommt häufig zur Anwendung, wenn das Kind negative Energien im Raum fühlt und diese durch Aufmerksamkeitsaufsichziehung auf sich zu beruhigen versucht, etwa wenn sich die Eltern gerade wegen der gerade beschlossenen Scheidung anbrüllen.
- Bäh: Unmittelbare, häufig unbewusst gesteuerte Kritik der Geschmacksrezeptoren an dem, was gerade in den Mund gestopft wird. Muss nicht zwangsläufig mit einer elterlichen Aktion in Verbindung stehen. Häufiges Opfer sind Insekten mit niedriger Fluchtgeschwindigkeit oder auch Schwanz und Ohren schlafender Haustiere.
- Hihi: Wähnt Eltern in großem Glück. Da Säuglinge noch nichts von Computer, Fernsehen, Spielekonsolen oder Herrenmagazinen wissen, erheitert sie das elterliche Herumgehampel noch.
- Batsch: klarer Fall: bemaltes Patschehändchen auf teurem Gegenstand. Oder im Gesicht eines schlafenden Elternteils.
- Pieks: ebenfalls klarer Fall: Patschehändchenfinger im Auge eines schlafenden Elternteils.
- Mamamama: wird anders ausgesprochen als geschrieben. Keine spezifische Betonung einer Silbe, eher ein "großes Ganzes". Hat keine weitere Bedeutung, da die Mutter, in ihrem lausigen Sprachverständnis der Kindersprache, versucht dem Kind deutsch beizubringen.
- Babababa: heißt Vater. Macht sie sehr, sehr stolz.
- Rülps: das ist ein Magenwind, der den Weg zum Arsch nicht find'.


