Lada

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"Auto-WAS?"

~ Fachleute über Lada

"Lada verspricht nicht, Lada garantiert!"

~ AutoWAS? über Lada, gemeint waren damit offenbar "Mängel", "Rustikalität" und "Durchrostungen".

Lada Niva!!

~ Bezeichnung in Ländern, in denen "ni va" in etwa "sich nicht bewegt" heißt
Aвто-ВAЗ? (AutoWAS?)
Unternehmensform Anarchie
Gründung 1966
Unternehmenssitz Togliatti

Unternehmensleitung

keine

Mitarbeiter 20.000.000
Umsatz 30 Rubel
Branche Automobil[1]
Webadresse www.lada-auto.ru
Lada-01

Typischer Lada.

Lada (russisch: Лада) ist das Akronym für Laienhafte Ansammlung diverser Autoteile (russisch: любителская автомобильная деталей аранжировка, transsibiert: ljubitelskaja avtomobilnaja detailej aranschirowka) und ist der Markenname der russischen Autofirma Auto-WAS? (russisch: Aвто-ВAЗ?) für ihre Schrottprodukte in Westeuropa.

Bei den Ladas handelt es sich um den ersten und einzigen ernsthaften Versuch der glorreichen Sowjetunion, echte Kraftfahrzeuge herzustellen. Die Modelle entstanden in den 1960er Jahren durch lizenzfreien Ideenklau beim italienischen Schrotthändler Fiat. Die Modelle werden in Russland daher treffenderweise mit Schick-Gulli (russisch: Жиг-гули) bezeichnet.

[Bearbeiten] Auto-WAS?

Das Werk der Firma Auto-WAS? ist eine der größten Fabrikanlagen Osteuropas und befindet sich in Togliatti in der Ballast Samara, am Mittellauf der Wodka Wolga. Dort werden seit 1972 in einer 50 Mio. Quadratkilometer großen Halle von 20.000.000 Beschäftigten pro Jahr in echt etwa 200, auf dem Papier 200.000.000 Fahrzeuge gefertigt. Die Fertigungstiefe liegt auf traditionell planübererfüllendem Niveau von 120 Prozent. Das Unternehmen, das zur Staatsholding Rosttechnologii[2] gehört, bezahlt beschäftigt 28 Prozent aller russischen Arbeitskräfte und erwirtschaftet mit 30 Rubel Umsatz pro Jahr 30 Prozent des russischen Bruttosozialprodukts, gemessen außerhalb des Schwarzmarkts.

[Bearbeiten] Entstehung

[Bearbeiten] Handel mit Fiat

Fiat-Klumpen

Fiat-Eisenklumpen dienten als Vorlage für die Ladas.

Im Jahre 1966 beschloss die Regierung der glorreichen Sowjetunion den Bau eines ganz eigenen Automobilwerks. Gleichzeitig machten sich einige Ingenieure absolute Laien auf die Suche nach einer geeigneten Produktionsvorlage, wobei man den russischen Traditionen folgend den Diebstahl Nachbau einer Eigenentwicklung vorzog. Man fand sie schließlich beim italienischen Schrotthändler Fiat, der seit Beginn der 1950er Jahre in großem Stil herumliegende Metalltrümmer aus den Schlachtfeldern des Zweiten Weltkrieges einsammelte und mit Rädern und Motoren versah, um sie leichter zum Kunden verschieben zu können. Aufgrund der großen Ähnlichkeit dieser Produkte mit Kraftfahrzeugen bei gleichzeitig einfacher und preisgünstiger Fertigung entschloss man sich kurzerhand zum lizenzfreien Nachbau. Als Ausgleich sollte Fiat schnellrostenden Stahl aus sowjetischer Produktion erhalten, um seinen Rohstoffnachschub langfristig sichern zu können.

[Bearbeiten] Technik

Im Unterschied zum Original aus Oberitalien sollte der Schrott aus Togliatti nicht durch Umarbeitung von Metallresten aus dem Zweiten Weltkrieg entstehen, sondern wie in der Sowjetunion üblich fabrikneu ausgeliefert werden, und sie sollten tatsächlich als motorisiertes Fortbewegungsmittel für den Personentransport dienen. Bei den Kommunisten und ihrer rückständigen Bevölkerung ohne Westfernsehen kamen sie tatsächlich gut an und ließen sich als fortschrittliche Kraftfahrzeuge darstellen und als solche sogar verkaufen. Allerdings waren zur Anpassung an die russischen Verhältnisse einige technische Modifikationen notwendig:

  • Um die regelmäßigen Werkstattaufenthalte zum Wechsel von Verschleißteilen einsparen zu können, wurden diese von vornherein nicht eingebaut. Bremsen, Keilriemen, Auspuff und Luftfilter sind erst gar nicht vorhanden.
  • Die Motoren wurden zur Anpassung an die landestypische Treibstoffversorgung von Superbenzin (95 Oktan-ROZ) auf Wodka (142 Oktan-ROZ) umgestellt.
  • Benzinpumpe und Anlasser wurden auf Handbetrieb umgestellt.
  • Karosserie und Fahrwerk wurden für die landestypische Buckelpisten („Straßen“) optimiert. Dazu wurden die Federwege auf 2,80 Meter verlängert, und die Karosserie wurde mit Panzerplatten am Unterboden geeignet verstärkt.
  • Zur Umstellung auf sibirische Verhältnisse erhielten die Wagen im Gegensatz zu ihren italienischen Vorbildern eine echte Heizung.

[Bearbeiten] Bezeichnungen

Die Fahrzeuge wurden ganz einfach ihrem Aussehen nach bezeichnet als Ansammlung diverser Autoteile (автомобильная деталей аранжировка), abgekürzt ada (ада). Unter Berücksichtigung der Fachkenntnisse der Beteiligten entstand der Name laienhafte ada (любителская ада), abgekürzt mit Lada (Лада). Fachleute von außerhalb konnten sich dagegen kaum vorstellen, inwieweit man die Ladas überhaupt als Auto bezeichnen und als solche verwenden kann und fragten sich laut «Aвто-ВAЗ?» („Auto-WAS?“). Diese Bezeichnung ist als Firmenname für die Lada-Werke bis heute erhalten geblieben.

Die Fahrzeugmodelle werden zu ihrer Unterscheidung seit jeher einfach mit Zahlen bezeichnet, durch deren Aussprache ein guter Eindruck über das durchschnittliche Fahrverhalten vermittelt wird. So spricht man das Modell 21099 beispielsweise „Dwadzatodin-Dewjanostodewjatka“ (russisch: двадцать один-девяносто девятька) aus.

[Bearbeiten] Eigenschaften

Die wesentliche Eigenart der Ladas besteht darin, dass die Fahrzeuge technisch stark veraltet sind. Sie weisen im Grunde im Neuzustand bereits ein Alter von 20 Jahren auf. Dies wird durch die langen Zeiträume erreicht, die die Fahrzeuge zum Durchlaufen der insgesamt 144.000 km Fertigungsstraßen benötigen. Damit sind alle Ladas bereits vor ihrem Erscheinen am Werkstor technisch, und von den Fußgängern auf dem Gehsteig vor der Produktionshalle, überholt.

Lada-03

Lada mit eingebauter Promillegrenze.
(Bild zuerst nüchtern und dann mit zwei Promille betrachten.)

Weiterhin verfügen sämtliche Ladas über eingebaute Promillegrenzen. Die Fahrzeuge weisen dabei ein derart haarsträubendes Design auf, dass sie nüchtern betrachtet nicht wie ein fahrbarer Untersatz aussehen, der sich zum Personentransport eignen würde. Erst ab 2,0 Promille Blut im Alkohol aufwärts sehen sie einem fahrbaren Untersatz zunehmend ähnlicher. Damit wird sichergestellt, dass der Fahrer den in Russland geltenden gesetzlichen Grenzwert von mindestens 2,0 Promille einhält, bevor er das Fahrzeug in Betrieb nimmt.

Diese Eigenschaft wurde im Modell 2107 weiter perfektioniert. Unter Ausnutzung der eingebauten Promillegrenze wird auf die gleiche Weise durch einen speziell gefertigten Kühlergrill der Eindruck erweckt, man stünde vor einem Mercedes (ХБМ – Хочу быть мерседесом). Diese technische Eigenart war lange Zeit weltweit einzigartig. Erst die Chinesen haben es seitdem wieder geschafft, Schrott nach Mercedes aussehen zu lassen.

Lada-02

Die Fiat-Gene sind unverkennbar.

Einige weitere Eigenschaften übernahm AutoWAS? direkt von Fiat, vor allem die Fähigkeit, im Zeitraffer zu verrosten. Ungeklärt ist dagegen bisher, aus welchem Grund die Getriebe stets ein höheres Geräuschniveau entwickeln als die Motoren.

[Bearbeiten] Weiterentwicklung

Im Gegensatz zu den praktisch allen volkseigenen Betrieben aus den Ostblock-Staaten beherbergte AutoWAS? tatsächlich eine Entwicklungsabteilung. Wie es seinerzeit zu dieser aus heutiger Sicht peinlichen Panne kam, ist bis dato unbekannt. Es wird vermutet, dass beim Ideenklau zu viel des Guten geschah. Im Wesentlichen ist es jedoch dieser Abteilung zu verdanken, dass Lada dem Stand der Technik bis heute konstant besagte 20 Jahre hinterhergefahren ist.

Neue Modelle entstanden in dieser Abteilung durch mehr oder weniger systematisches Herumprobieren an den verschiedenen Einzelteilen, diese in anderer Form oder Reihenfolge zusammenzusetzen. So entstand der Geländewagen Niva beispielsweise dadurch, dass der Kofferraum weggelassen und statt lenkbarer Vorder- und angetriebener Hinterachse zwei angetriebene und unlenkbare Hinterachsen verbaut wurden.

Die Entwicklungsabteilung operierte über lange Jahre unentdeckt zwischen den Produktionsbändern in der Halle. Ihre Existenz wurde erst bemerkt, nachdem die ersten Ergebnisse ihrer Arbeiten das Werk verließen. Als die Regierung im fernen Moskau davon erfuhr, äußerte sie große Bedenken gegenüber solch unkontrollierten Innovationen, die die Genossen überfordern und die Wirtschaft destabilisieren könnten. Doch diese Bedenken konnten regelmäßig sehr schnell zerstreut werden mit dem Argument, die neuen Fahrzeuge befänden sich bei Erscheinen ja bereits die erwähnten 20 Jahre lang in der Produktion.

[Bearbeiten] Export

Die Ladas waren in allen Ostblockländern weit verbreitet und vor allem in der DDR heiß begehrt, sowohl als Limousine als auch als Kombi (landessprachlich: Persöönwaachn und Gömbiwaachn). Dies lag insbesondere daran, dass der Schrott von Auto-WAS? den Produkten aus heimischer Fertigung weit überlegen war, was die Nutzungsmöglichkeiten als motorisiertes Fortbewegungsmittel anging. Die Ladas bestanden aus echtem Blech und konnten sich dank des eingebauten Viertaktmotors aus eigener Kraft und ohne Schieben über längere Strecken fortbewegen. Die Tatsache, dass die Wagen im Neuzustand schon 20 Jahre alt waren, fiel aufgrund der ähnlich langen Wartezeit für den heimischen Trabant kaum ins Gewicht. Preislich bewegte sich der Wagen bei etwa 28.000.000 M, umgerechnet also ein paar DM West.

Gegen Ende der 1970er Jahre begann AutoWAS? zudem mit dem Export nach Westeuropa. Die Fahrzeuge wurden dabei zur Anpassung an die dortigen Gegebenheiten wiederum geringfügig verändert. Unter anderem wurden die Motoren wieder auf das im Westen gegenüber Wodka billigere Benzin umgestellt. Die Verkaufspreise wurden genauso niedrig angesiedelt wie im Osten.

In Westeuropa konnten zusätzlich erstmalig Sonderausstattungen (Schnick-Schnack, russisch: шник-шнак) bestellt werden wie etwa Windschutzscheibe (2.500 DM Aufpreis), nicht-selbstentleerender Aschenbecher (2.100 DM Aufpreis) und Reserve-Bremspedal (3.200 DM Aufpreis). Verarbeitungsmängel (na zdorovie, russisch: на здоровье) waren dagegen serienmäßig und ohne jeden Aufpreis in großer Stückzahl zu haben.

Ganz im Gegensatz zum italienischen Original Fiat hatte Lada in Westeuropa seit jeher mit starken Absatzschwierigkeiten zu kämpfen, obwohl die Produkte beider Hersteller schon immer ähnliche Kerneigenschaften bezüglich Design, Verarbeitung und Korrosion aufwiesen. Die Ursache dürfte nach allgemeiner Ansicht darin liegen, dass Ladas im Gegensatz zu Fiats als Kraftfahrzeuge vermarktet werden, während Fiat namentlich Schrottteile verkauft, die nur fälschlicherweise als Auto angesehen und in großer Zahl als solche zweckentfremdet werden. Die direkte Vermarktung der Ladas als fabrikneuer Schrott verspräche demnach wesentlich besseren Absatz.

[Bearbeiten] Lada heute

Wegen der nach wie vor überlangen Produktionszeiträume sind Ladas heutzutage immer noch genauso veraltet wie früher. Dennoch lässt Auto-WAS? nichts unversucht, die Fahrzeuge auch im Westen loszuschlagen. Als wichtigstes Verkaufsargument dient nach wie vor der niedrige Einstiegspreis. Mit 9,990 Cent (2007) bewegt er sich auf einem Niveau, das deutlich unterhalb dem westlicher Coladosen liegt. Was die Qualität als Kraftfahrzeug angeht, so schafft es AutoWAS? nach wie vor, dieses ohnehin schon sehr niedrige Niveau sogar noch weiter zu unterbieten.

Bodybuilder

Oberkörper eines langjährigen Lada-Fahrers.

Die wesentlichen Vorteile der Anschaffung eines Lada sind der geringe Wertverlust, der bei diesen Autos aufgrund des Neupreises praktisch nicht vorhanden ist. Weiterhin überzeugt das umfassende Bordwerkzeug, das manchem Existenzgründer die komplette Ausstattung seiner Autowerkstatt mitsamt Übungsobjekt bescherte. Daneben ersparen sich Lada-Fahrer bei regelmäßiger Anwendung den Aufenthalt im Fitness-Studio. Kuppeln trainiert die Beine, Schalten die Armmuskeln und rückwärts Einparken erfordert vollen Körpereinsatz. Dazu lassen die ständigen Vibrationen im Fahrzeuginnenraum bei angelegten Sicherheitsgurten jegliche Fettpölsterchen garantiert verschwinden.

Ladas sind aufgrund ihres niedrigen Anschaffungspreises und der lizenzfreien Produktion freien Lizensierung häufig bei Open-Source-Projekten als Dienstwagen im Einsatz.[3]

[Bearbeiten] Quellen

  1. zumindest nach offizieller Verlautbarung.
  2. Putins KGB-Freunde wirtschaften Staatskonzern ab – spiegel.de
  3. Wikipedia-Dienstwagen.


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