Nationalhymne

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Die Nationalhymne ist ein nationales, identitätsstiftendes Gesangsstück mit mehr- oder minderwertigem Textinhalt, das bei offiziellen und staatstragenden Anlässen zum Besten gegeben wird. Viele Nationalhymnen, besonders die der kolonialisierten Dritte-Welt-Länder, wurden von englischen Musikstundenten als Übungsstücke komponiert und ähneln sich deshalb in ihrem banalen Gestus und ihrer primitiven harmonisch-rhythmischen Gestaltung. Das Singen der Nationalhymne ist für patriotisch eingestellte Zeitgenossen ein Muss und bei jeder Gelegenheit springen diese Menschen von ihren Sitzen auf, um das nationale Heiligtum anzustimmen. Für die meisten Fußballer trifft das allerdings nicht zu, da sie selten in dem Land geboren wurden, für das sie spielen und so auch keine emotionale Bindung zu der jeweiligen Nationalhymne aufbauen können.

Das ein ausgerechnet ein wunderschönes Streichquartett von Joseph Haydn zur deutschen Nationalhymne erklärt wurde und heute von Militär- und Polizieikappellen in Grund und Boden geschmettert wird, ist bedauernswert - das nur die dritte Strophe des Textes von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben gesungen werden darf ebenso, sind in den ersten beiden Strophen dieses Textes doch all die schrecklich deutschen Werte und Expansionsphantasien gebündelt, welche die Deutschtümelei so beängstigend und plump erscheinen lassen.

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