Stench-Skala

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Sir Anthony Stench - erster Flatulenzologe

Die Stench-Skala ordnet die bei Flatulenzen auftretenden olfaktorischen Kräfte in Stärken ein. Sie wurde nach dem ersten Flatulenzologen Sir Anthony Stench benannt.

[Bearbeiten] Geschichte

Vor Einführung der Skala standen bei der Bekämpfung olfaktorischer Katastrophen nur die Aussagen der Nasenzeugen zur Verfügung. Diese waren bei schweren Katastrophen oftmals nicht ansprechbar, so dass die Stärke der Ausdunstungen im Nachhinein nicht hinreichend genau bestimmt werden konnte. Im Auftrag der britischen Gesundheitskammer entwickelte Sir Anthony Stench 1882 die nach ihm benannte Stench-Skala. In Deutschland wurde die Skala nach dem Unglück beim Bremer-Bohnenwettessen von 1902 übernommen. Sir Anthony Stench erhielt 1912 für sein Lebenswerk den Nobelpreis für Olfaktorik.

[Bearbeiten] Aufgliederung

Die auftretenden nasalaktivierenden Kräfte werden je nach Intensität aufsteigend in 13 Stärken eingeteilt. Die beschriebenen Auswirkungen sind auch für den Laien einfach zu identifizieren und dienen der eindeutigen Klassifizierung.

Olfaktorische Stärke
in Stench
Bezeichnung der Stärke Auswirkungen
0 geruchlos olfaktorisch nicht wahrnehmbar
1 leichter Hauch in unmittelbarer Nähe als warmer Wind wahrnehmbar
2 schwacher Geruch Nasen werden gerümpft
3 mäßiger Geruch Personen drehen sich um; Sprechende werden irritiert
4 starker Geruch Gespräche werden unterbrochen; Ekel wird bekundet
5 Furz Gespräche werden abrupt beendet; Luft wird sich zugewedelt
6 kräftiger Furz erste Fluchtreaktionen bei schwachen Menschen; vereinzelt Schwindelanfälle und Augenbrennen
7 intensiver Furz vermehrt Schwindelanfälle; Atemnot bei schwachen Menschen; Hunde und Katzen zucken nervös
8 gestankartiger Furz erste Brechreize; erhöhte Flucht; allgemeine Atemnot in geschlossenen Räumen
9 Gestank Hunde jaulen; allgemeine Atemnot auch im Freien; vereinzelt Bewusstlosigkeit
10 heftiger Gestank Fenster beschlagen; Rauchmelder lösen aus; Blumen welken; schmerzhaftes Augenbrennen
11 verwesungsartiger Gestank panikartige Flucht von Mensch und Tier; Vögel fallen vom Himmel; epidemieartiges Erbrechen
12 Verwesung vollständige Bewusstlosigkeit; Tapeten lösen sich von den Wänden; bleibende Schäden an Flora und Fauna

[Bearbeiten] Rechtliches

  • Ausdünstungen ab Stärke 10 (heftiger Gestank) sind in Deutschland meldepflichtig. Bei Auftreten solcher Stärken ist umgehend das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit zu informieren.
  • Ausdünstungen, die wiederholt und über einen längeren Zeitraum Stench 7 überschreiten und Kollegen mehr als nach den Umständen vertretbar belästigen oder gefährden, sind ein zulässiger Grund für eine Kündigung aus wichtigem Grund. (AG Pforzheim, 2000-03-19)
  • Wer bei Darmwinden von Stench 8 oder darüber ein offenes Feuer entzündet und sich oder andere verletzt, handelt grob fahrlässig und verliert seinen Versicherungsschutz. Dies betrifft sowohl die Unfall- als auch die Hausrat- und Feuerversicherung. (LG Darmstadt, 1995-07-01)
Nasezuhalten

empfohlene Gegenmaßnahme bei hohen Stench-Werten

  • Das vorsätzliche Ablassen von Flatulenzen in einer Straßenbahn oder U-Bahn mit einer Restfahrzeit zur nächsten Haltestelle von mehr als 2 Minuten wird bestraft
    • im Winter bei Stench 9 oder darüber mit 1.000 Euro
    • im Sommer bei Stench 8 oder darüber mit 5.000 Euro
    • im Sommer bei Stench 8 oder darüber bei einer Außentemperatur von 35 C° oder darüber mit 6 Monaten Gefängnis
    • unabhängig von den Umständen ab Stench 11 mit einer Geldstrafe von 12.000 Euro und 18 Monaten Gefängnis.

In Wiederholungsfällen kann die Führung eines Fart-Buchs richterlich angeordnet werden.

[Bearbeiten] Weiteres

  • Nach einer Studie des Deutschen Institut für Flatulenzologie erreicht die nächtliche Luft in den Schlafzimmern deutscher Eheleute im Durchschnitt Stench 3. Unter Bettdecken sind jedoch vereinzelt bis zu Stench 10 gemessen worden.
  • Die Stench-Skala kann nicht für die in Klassenzimmern übliche dicke Luft angewandt werden. Ausscheidungen aus Schweißdrüsen, Mundfäule und veralteter Lehrerkleidung werden von ihr nicht erfasst.
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Artikel des Monats September 2006
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