TÜV
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Der TÜV ist eine typische, deutsche Bürokratisierungsmaßnahme zu der es im europäischen Ausland kein Äquivalent gibt.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Aufgaben, Sinn und Zweck
| Bei der HU ist auch die Mitarbeit des Fahrers gefordert. |
Die Erfahrung hat gezeigt, dass der durchschnittliche Bürger sein Auto fährt, bis es auseinanderfällt. Das ist im übrigen Europa schon immer so gewesen, ohne dass es zu nennenswerten Beeinträchtigungen der allgemeinen Verkehrssicherheit gekommen wäre. Im Gegenteil tendieren ausländische Autofahrer eher dazu, den vorgegeben Sicherheitsabstand zum Vordermann noch zu überbieten, da man nie sicher sein kann, ob das vorausfahrende Auto nicht spontan explodiert. In Deutschland jedoch gibt es die sehr sinnige Institution des TÜV. Der Halter eines KFZ ist vom Gesetzgeber aus dazu verpflichtet, alle zwei Jahre bei der TÜV-Prüfstelle seines geringsten Missvertrauens vorstellig zu werden und sein Fahrzeug auf ordnungsgemäßen und verkehrssicheren Zustand hin überprüfen zu lassen. Diese Routinekontrolle soll die Straßen frei halten von verkehrsgefährdenden Autos mit mangelhafter Wartung.
[Bearbeiten] Markenzeichen
Das Markenzeichen des TÜV ist die heißbegehrte, achteckige Plakette, die dem Autofahrer nach Erhalt zwei Jahre Ruhe und Sorglosigkeit garantiert.
[Bearbeiten] Auswirkungen
Auf die alle zwei Jahre anstehende Hauptuntersuchung reagieren die Autobesitzer höchst unterschiedlich. Wer es sich leisten kann, kauft sich jedes Jahr einen Neuwagen und spart sich somit die nervige Fahrt zur TÜV-Prüfstelle. Diejenigen, welche sich die noch recht jungen Gebrauchtwagen kaufen, haben auch keinerlei Probleme mit dem TÜV. Da an diesen Fahrzeugen meist keine erwähnenswerten Mängel auftreten, prangt die neue Plakette meist nach 10 Minuten pro-forma Kontrolle am Nummernschild. Wirklich interessant wird die Konfrontation mit dem staatlich zugelassenen TÜV-Prüfer erst für Fahrzeughalter eines älteren Gebrauchtwagens, wobei die Dauer und Intensität der Diskussion mit dem TÜV-Prüfer direkt mit dem Alter des Fahrzeugs zu korrelieren scheint. Ein weiteres Problem stellen Fiats dar, die als Auto zweckentfremdet wurden.
[Bearbeiten] Tips und Kniffe im Umgang mit dem TÜV
Im Folgenden einige hilfreiche Tips, die helfen können, in den Besitz der Plakette zu gelangen.
[Bearbeiten] Optik ist alles
[Bearbeiten] Optik ist alles II
Weist ihre Karosserie bereits Zeichen fortgeschrittener Durchrostung auf, besonders an den tragenden Teilen, wie den Türschwellern, sollten sie nicht an Spachtelmasse sparen (Merke: viel hilft viel). Das bringt zwar keine Stabiltät in den morschen Rahmen, vertuscht aber nach Überlackierung die schlimmsten Schwachstellen. Geheimtip: am Besten klatschen sie ordentlich Unterbodenschutzschleim unter das Fahrzeug, dann sieht man den Rost nicht mehr. Dass der Gammel unter dem die Feuchtigkeit haltendem Unterbodenschutz prächtig weiterblüht stört nicht, solange man die neue Plakette sein Eigen nennen kann.
[Bearbeiten] Optik ist alles III
Im besten Fall sind Sie eine junge, hübsche Fahrzeughalterin deren Körperbau nahe am gängigen Schönheitsideal liegt und sind beim TÜV Termin mit einem freizügigen Bikini bekleidet. In allen anderen Fällen kann es nicht schaden wenn sie für den TÜV Termin eine Beifahrerin auftreiben, die die oben genannten Kriterien erfüllt. Zur Not mieten sie sich eine Dame zum gängigen Stundensatz. Nähert sich der Prüfer einer bekannten Mängelstelle (Bremsbeläge vorne oder ähnliches) sollte die Dame versuchen, geschickt und subtil die Aufmerksamkeit auf ihr Fahrgestell zu lenken, was bei einem männlichen Prüfer nicht all zu schwer sein sollte. Kleiner Tip: Randbemerkungen wie man solle doch auch mal nach den Hupen, dem Fahrgestell oder unter die Haube schauen, wirken hier oft Wunder. Problematisch wird es nur, wenn der TÜV-Prüfer eine TÜV-Prüferin ist. Hier hat es sich bewährt, schleunigst das Weite, respektive eine andere Prüfstelle zu suchen, bevor die Mängelliste ausgefüllt ist.[Bearbeiten] Nach Erhalt der Plakette
Nach Erhalt der Plakette hat der Fahrer, was Reparaturen angeht, zwei ruhige Jahre vor sich. Auftretende neue Mängel, sogar gravierende, können nun getrost ignoriert werden, schließlich wurde dem Fahrzeug ja eine staatliche Absolution erteilt; für ganze zwei Jahre! Selbst wenn die Hinterachse kurz vorm Durchbruch steht, das Fahrwerk ächzt, die Bremsflüssigkeit alle 20 Kilometer nachgefüllt werden muss, die Reifen aussehen wie Slicks, der Türschweller beim Belasten unter dem Wagenheber knirscht wie ein Spaziergang im Neuschnee, der Auspuff bei jeder Bodenwelle abzufallen droht und nach jedem Regen das Wasser 20 Zentimter hoch im Fußraum steht, ist so eine neue TÜV-Plakette doch immens beruhigend.


