Tourismus

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Tourismus ist die Weiterführung des Krieges mit angeblich friedlichen Mitteln.

Der Strand: Ziel von Ferntouristen, die der Enge und Anonymität der Großstadt entkommen wollen
Der Strand: Ziel von Ferntouristen, die der Enge und Anonymität der Großstadt entkommen wollen

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Ethymologie

Wo der Begriff Tourismus seinen Ursprung hat, konnte noch nicht eindeutig geklärt werden.
Eine Theorie vermutet einen französischen Ursprung, hergeleitet vom Stammwort Tour, also Turm. Damit konnte nur der Eiffelturm gemeint sein, der ja auch eine der ersten touristischen Hauptattraktionen von Paris war. Ein anderer Ansatz geht davon aus, dass sich Tourismus von Tourette-Syndrom ableitet, da die meisten Pauschaltouristen mit ihrem Reiseleiter grundsätzlich unzufrieden sind und in seine Richtung unkontrollierte Schimpftiraden abfeuern.

Pragmatisch betrachtet besteht auch eine gewisse Ähnlichkeit zum Wort Terrorismus, allerdings entbehrt dies nun wirklich jeglicher semantischen Basis. Der Überbegriff Tourismus fasst heute allerlei Arten von Reisen zusammen, die aus niederen, egomanischen Beweggründen unternommen werden. Als Beispiele wären anzuführen:

[Bearbeiten] Geschichte

Egal wo man hinkommt: ER war schon da und hinterließ bleibende Eindrücke
Egal wo man hinkommt: ER war schon da und hinterließ bleibende Eindrücke

Erfinder des Tourismus und erster Tourist der Weltgeschichte überhaupt war Universalgenie und Tagedieb Johann Wolfgang von Goethe. Da er als Berufsarbeitsloser viel zu viel Zeit hatte und von seinen Gönnern immer genug Geld zur Verfügung gestellt bekam, reiste er sein Leben lang. Er alleine sorgte für den ersten, großen Boom der Tourismusbranche. Goethes Reisen führten ihn überall (ja wirklich überall) hin. Wo er nächtigte, speiste, schrieb, nickerte, soff, etc. wurden umgehend Schilder aufgehängt die an dieses denkwürdige Ereignis erinnern sollten, mit dem Ziel, dadurch noch mehr Touristen anzuziehen. Die Schilder hängen noch heute und gemahnen einen immer wieder daran, dass „Iphigenie auf Tauris" vielleicht ein beschissenes Machwerk ist, es aber trotzdem keinen Ort auf der Welt zu geben scheint, an dem Goethe noch nicht war.

Nach dem Tod Goethes wurde es sehr ruhig in der Tourismusbranche, außer dem ein oder anderem Adeligen, der sich kleinere Reisen leisten konnte, blieben die Menschen in ihrer Heimat und versuchten ihren kärglichen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Zeitgenössische Illustration des Startschuss für die erste, große Massentourismuswelle 1914
Zeitgenössische Illustration des Startschuss für die erste, große Massentourismuswelle 1914

[Bearbeiten] Die Geburtsstunde des Massentourismus

Am 28. Juni 1914 fiel in Sarajevo, auf Initiative von TUI, der Startschuss für die erste Massentourismuswelle der Welt. Leider stand währendessen der Österreichische Thronolger Franz Ferdinand dermaßen ungünstig im Wege herum, dass ihn der Startschuss dahinraffte. Wie sich später herausstellen sollte, war jedoch genau dies der entscheidende Faktor, der dem Massentourismus erst so richtig auf die Sprünge helfen sollte. Vom Ferweh gepackte, deutsche Reisegruppen fielen massenhaft in die Nachbarländer ein. Da diese jedoch noch nicht über die nötige Infrastruktur verfügten, um des gewaltigen Ansturms Herr zu werden und da die Einwohner noch über eine gesunde, natürliche Aversion gegen Tourismus verfügten, sperrten sie sich mit aller Gewalt gegen die reisewütigen Horden.

Im Rahmen seiner Kraft durch Freude Politik versuchte Adolf Hitler 1939 ein strukturiertes Revival dieser ersten Tourismuswelle durchzuführen, allerdings scheiterte auch er.

[Bearbeiten] Der moderne Tourismus

Technische Errungenschaften, sowie allgemeiner Wohlstand führten zu einer Renaissance des Massentourismus nach 1945. Im Gegensatz zu den großen vorangegangenen Reisewellen wurden die Deutschen damals gerne im Ausland gesehen, schließlich hatten sie durch langwierige, pädagogische Maßnahmen endlich gelernt, für Dinge die sie sich nahmen auch brav zu bezahlen. Auch die Umgangsformen haben sich stark verbessert. Hätte man zum Beispiel früher den Engländer, der die Frechheit besitzt, sich den besten Platz am Pool zu schnappen, einfach vom Liegestuhl geschossen, so reicht es heute vor Sonnenaufgang aufzustehen und sein Handtuch auf dem Liegestuhl seiner Wahl zu platzieren.
Auch hat sich das frühzeitige Reservieren von Hotels, unter Ausnutzung von Frühbucherrabatten, gegenüber dem vulgären Blitzkrieg durchsetzen können.

[Bearbeiten] Nutzen

Zwei Drogentouristen am Züricher Flughafen warten auf ihren Abflug.
Zwei Drogentouristen am Züricher Flughafen warten auf ihren Abflug.

Tourismus ist für die meisten Länder heute eine willkommene Einnahmequelle. Viele Volkswirtschaften, wie die Australiens würden ohne Tourismus vermutlich völlig implodieren.
Entwicklungsländer profitieren vor allem durch die sekundären Effekte des Tourismus. Zum Beispiel bringt es der heimischen Bauwirtschaft einen gesunden Aufschwung, wenn für einen neuen Flughafen 50 Quadratkilometer Regenwald und ein Indianerreservat dem Erdboden gleichgemacht werden. Die heimatlos gewordenen Ureinwohner können sich ohne weiteres ein paar Bretterbuden zimmern, in denen sie sich dann unbehelligt dem Alkoholismus hingeben dürfen. Zumindest so lange, bis sie einem first class Ferienresort mit drei Sterne Golfanlage weichen müssen. In Holland profitiert die Gärtnerinnung massiv vom lebhaften Drogentourismus, während auf deutscher Seite die Bundespolizei ohne die Drogentouristen arbeitslos wäre.
Auch entdeckten viele Länder, im Sextourismus eine Möglichkeit, ihre Arbeitslosenquote zu drücken. Gerade viele Kinder, die nach dem Verbot der Kinderarbeit auf der Straße standen, konnten so wieder in Lohn und Brot gebracht werden. Der Clou dabei: nach einem langen, einträglichen Berufsleben, in denen der/die Prostituierte auch Steuern an den Staat entrichtete, geht sie meistens dann an AIDS zugrunde, wenn sie zu alt für den Job werden würde. Man spart sich somit gleichzeitig die Rente. Dies ist funktioneller Kapitalismus in Reinform.

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