UnBooks:Die Weihnachtsgeschichte

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Römisches Reich. Wir schreiben das Jahr vier vor Christus, und zu dieser Zeit begab es sich, dass ein Gebot von Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Diese Schätzung war die allererste Form der Vorratsdatenspeicherung, und jedermann ging, dass er sich schätzen lasse, ein jeder in seine Stadt. Auch Josef aus Galiläa schätzte, dass es Zeit war, aufzubrechen.

Josef spielte damals in einer Festivalband namens Nazareth, obwohl die Simple Minds eher zu ihm gepasst hätten, denn er war ein Weichei und eine komplette Pfeife vor dem Herrn. Er hatte schon lange an einer schnittigen Blondine namens Maria herumgebaggert, aber sie hatte ihn nicht rangelassen. Stattdessen hatte sie ihm vorgeschlagen, sie könnten doch Freunde sein. Auch diese Höchststrafe hatte Josef nicht davon abgehalten, Maria weiter nachzustellen - diese aber hatte sich von einem undurchsichtigen Typen namens Gabriel anquatschen lassen, und als Josef sie einige Zeit später wiedergetroffen hatte, war sie blasser als sonst gewesen und hatte ihm verraten, dass ihre Regel schon drei Wochen überfällig war.

Weihnachtsmarkt
Scheißkalt war es auch, zum Glück hatten die Buden aber noch nicht auf Energiesparlampen umgestellt, so dass wenigstens von der Beleuchtung etwas Wärme ausging.

Josef hatte die Chance ergriffen und den guten Kumpel gegeben, mit dem Ergebnis, dass er nun eine hochschwangere Zicke am Hals hatte, die nur allzu bereit war, ihn zu heiraten und ihr Kuckuckskind bei ihm unterzustellen. Mit ihr im Schlepptau landete er kurz vor Weihnachten in einem Kaff namens Bethlehem, als ihm siedend heiß einfiel, dass er ja noch einen Weihnachtsbaum besorgen musste. Maria nörgelte nur, dass er sich stattdessen lieber mal um einen Krippenplatz für das Blag kümmern solle.

Bethlehem war brechend voll, weil alle Welt noch auf der Suche nach den letzten Weihnachtsgeschenken durch die Fußgängerzonen hetzte. Während die beiden ziellos über einen Weihnachtsmarkt irrten, platzte bei Maria die Fruchtblase, und die Natur nahm ihren Lauf. Zwischen ein paar scheußlichen Kitschfiguren, die irgendwelche Ochsen und Esel darstellen sollten, brachte Maria einen Sohn zur Welt und legte ihn in einen Pappkarton voller Holzwolle.

Diese Geburt erregte einiges Aufsehen. Die junge Familie war in kurzer Zeit von glühweinseligen Passanten umringt, die laut Fürchtet euch nicht skandierten. Propheten gaben sich die Klinke in die Hand, denn Bethlehem war damals führend in der Herstellung von Propheten und Heiländern. Drei ausgewachsene Könige waren extra aus Köln angereist und legten dem Kindlein wertvolle Geschenke zu Füßen, zum Beispiel Kamellen und Blumensträußchen. Sie hatten auch etwas zu rauchen dabei, aber das bekamen die Eltern.

Als sich der ganze Aufruhr gelegt hatte, zog Josef mit den beiden weiter. Das Kindlein aber hatte bei der stressigen Geburt offenbar zu viel Glühwein eingeatmet und entwickelte sich bereits in jungen Jahren zu einem unerträglichen Klugscheißer. Maria wollte es eigentlich Kevin nennen, aber dieses eine Mal setze Josef sich durch und nannte den Knaben Jesus, in der Hoffnung, dass er in der Schule nicht zum Gespött werde.

Das klappte nicht, aber das ist eine andere Geschichte.

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