UnBooks:The Wörld Is Ours

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Lemmy Kilmister, die Frontwarze von Motörhead, wollte nie Gott sein. Mit 1,80 wär‘ er sowieso nicht groß genug dafür, schnauzt er den Haufen Groupies an, die diesen Bullshit ablassen. Wie kann man bloß so blöde glotzen, hey? „God was never on your side“, grölte Lemmy schon vor zehn Jahren ins Mikrofon und „Piss off God, fuck you!“ Die Roadies von heute sind Schlaffis, die Groupies von heute haben keinen Schimmer, außerdem alle Bohnenstangen, Lemmy versteht die Welt nicht mehr – dabei fressen die sogar noch Knoppers, wenn man sie flachlegt. Immer diese miesen Storys, die einem angehängt werden… klar, Janis Joplin wurde von Southern Comfort gesponsort, aber Lemmy hat von Jack Daniels noch nicht eine einzige Flasche umsonst gekriegt, dass das mal klar ist.

Mittag, Lemmy macht sich noch einen Jacky-Cola und steckt sich eine ins Gesicht. Er hat aufgeräumt, sein Appartement in L.A. ist vom Feinsten, bloß zu voll mit Kram. Der ganze Mist muss weg, die Totenkopfbanner, die Nahkampfspangen, die Blech-Hakenkreuze, die Uniformmützen, alles raus. Hitler hatte was, aber er war ein bloody Megalomaniac, thats it. Es wird zu viel dummes Zeug gequatscht über Lemmy, bloß kein Schwein interessiert, dass er voll durchblickt – Pol Pot wuchs als Mönch auf und murkste zwei Millionen ab, Stalin wurde von seinem besoffenen Alten fast totgeprügelt, eine Million, und Mao hatte mehr als die beiden zusammen auf der Uhr, der ließ seine Schlitzaugen reihenweise killen, nur weil sie eine Brille trugen, so war das.

Einer von diesen Journalisten-Trotteln wollte mal von Lemmy wissen: „Was ist ein Whiskeyfeinschmecker?“ Kein Problem: „Na, edle Tröpfchen aus’m Hochland, hundert Jahre in Eichenfässern von schwulen Pfarrern bewacht. Der ganze Scheiß.“ Da wusste der Kerl nicht mehr weiter. Stimmt ja, Lemmy müsste weniger saufen – sagt sich so leicht, Ozzy Ozbourne ließ sich voriges Jahr in die Betty-Ford-Entzugsklinik einweisen und fragte als erstes, wo die Bar ist, das haut doch auch nicht hin. Würzel, sein (ehemaliger) Leadgitarrist, hat gerade den Löffel abgegeben, mit 61, der hat gesünder gelebt als er. Man könnte traurig werden, Lemmy macht sich noch einen Jacky-Cola, er legt die alte Hackensack-Scheibe ein, seine Trost-Scheibe „Live the hard way“ – zu wenig Bass, kommt aber trotzdem gut, das waren noch Zeiten damals, besser als dieser Grunge, mit dem sie einem jetzt die Ohren volldröhnen. Es gibt immer Lichtblicke, bald geht‘s nach Australien, zusammen auf Tour mit Mötley Crüe, die Jungs sind klassische Metal-Schule. Lemmy weiß auch schon, was sie als Opener hinschmettern werden: “Everything louder than everything else”.

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