UnNews:Kinder haben unrealistische Berufsziele

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Berlin (Deutschland), 03.02.2009: Eine von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen in Auftrag gegebene Studie hat erschreckend unrealistische Berufswünsche und naive Vorstellungen des modernen Arbeitsmarktes bei Kindern im Vor- und Grundschulalter zutage gebracht. Kinder im Alter von vier bis neun Jahren haben demnach ein unglaublich verklärtes Weltbild, keine vernünftigen langfristigen Lebensziele und schockierend wenig konkrete Pläne für ihren beruflichen Werdegang, Karriere, Lebensunterhalt und Altersversorgung.

Kindergarten2
Die Ahnungslosigkeit dieser Generation ist für die Forscher streckenweise kaum zu ertragen.

„Wenn nichts geschieht, werden diese Kinder ein böses Erwachen erleben, und das schon bald“ erklärte der leitende Wissenschaftler der Studie, Dr. Finn-Leon Müller-Trautmann. „Mit diesen dramatischen Ergebnissen haben wir zu Beginn unserer Arbeit niemals gerechnet. Diese Kinder ... viele von ihnen haben nicht die geringste Ahnung von Karriereplanung oder von den einfachsten Berufsbildern wie Vermögensberater oder Fondsmanager. Sicher, sie haben hochgestochene Pläne für ihre eigene Zukunft, aber was für welche! Sie müssen dringend auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt werden.“

Nach seinem Berufswunsch gefragt, antwortete beipielsweise der sechsjährige Aljoscha-Fabian aus Potsdam: „Ich möchte Ninja-Weltraumpirat werden!“

„Schön und gut“ sagt Dr. Müller-Trautmann dazu, „aber was macht Aljoscha-Fabian, wenn er eines Tages feststellt, dass die Berufsaussichten für Ninja-Weltraumpiraten mehr als mäßig sind? Wird er sich noch rechtzeitig einer konventionelleren Berufsausbildung widmen oder stattdessen anderen versponnenen Ideen zum Lebensunterhalt nachjagen?“ Andere befragte Kinder bestanden darauf, ihr Berufsleben als Raumpiloten, Schatzgräber oder Vampirjäger zu bestreiten. Auch die aktuellen Arbeitsmarktstatistiken für diese Berufe, die den Kleinen vorgelegt wurden, konnten an ihren Überzeugungen nichts Wesentliches ändern.

Dr. Müller-Trautmann hat des weiteren herausgefunden, dass die Kinder, die sich tatsächlich für konventionelle Berufe interessieren, nicht genug über ihren späteren Lebensstandard nachdenken. Der achtjährige Jasper-Konstantin aus Bad Homburg möchte Polizist werden. „Dabei hat Jasper-Konstantin nicht die geringste Vorstellung von den schäbigen Gehältern in den unteren Besoldungsgruppen“ so Müller-Trautmann. „Als wir ihm die gültigen Tarifverträge des öffentlichen Dienstes zur Durchsicht vorlegten, sagte er dazu nur: Peng! Du bist tot! - Was soll aus so einem Menschen einmal werden?“

Kind-Astronaut
Ein zukünftiger Raumpilot mit seiner Ausrüstung ... Einfachste Gesetze von Physik und Arbeitsmarkt werden von diesen hoffnungslosen jungen Menschen konsequent ignoriert.

Ein anderer, typischer Fall ist die fünfjährige Elinor Sophie: Sie möchte unbedingt Balletttänzerin werden. „Ganz offensichtlich hat Elinor Sophie sich mit der Wahrscheinlichkeit von Frühverrentung und Berufsunfähigkeit nicht auseinandergesetzt“ erläutert Dr. Müller-Trautmann. „Betrachtet man die Statistiken, so ist festzustellen, dass Balletttänzerinnen ihren Beruf allenfalls bis zum Alter von 35 oder 40 Jahren ausüben, anschließend ist eine Fortsetzung dieser Tätigkeit aufgrund körperlicher Einschränkungen und Verschleißkrankheiten meist unmöglich. Wenn sie diesen Beruf wählt, muss sie schon heute an ein zweites berufliches Standbein für die Zeit danach denken.“

Elinor Sophie zeigt kein Interesse an diesen Argumenten. Stattdessen besteht sie darauf, als Erwachsene werde sie ein Pony besitzen, das Calimero heißen wird, im übrigen werde sie Jasper-Konstantin heiraten und mit ihm mindestens acht Kinder haben.

„Die weltfremden Vorstellungen dieser Generation lassen für die wirtschaftliche Zukunft unseres Landes nichts Gutes ahnen“ folgert Dr. Müller-Trautmann. „Am Ende werden auch diese jungen Menschen lernen müssen, dass ihre Ideale einfach nicht wirtschaftlich umsetzbar sind. Bisher sind jedoch leider alle Versuche, ihren Extravaganzen und Launen mit handfesten Zahlen zu begegnen, fehlgeschlagen.“ Es wurden durchaus Versuche unternommen, den Kindern durch praktische Einblicke in die Arbeitswelt von Immobilienmaklern, Schadenssachbearbeitern und Raumausstattern eine bodenständigere Weltsicht zu vermitteln, doch dies scheiterte stets an ihrer zu kurzen Aufmerksamkeitsspanne.

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