UnNews:Trink, trink, Brüderle, trink, lass doch den Rösler zuhaus, ....
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... trink, trink, Brüderle, trink, 's reicht wenn du fortan nicht rauchst, meide den Tabak und meide die Ärzt, dann ist das Leben gescherzt, liebe die Lobby und liebe den Merz, dann bleim die Steuern ein Scherz.
So jubiliert es zur Zeit der Freundeskreis des rheinlandpfälzischen Suff- und Weinbau-Lobbyisten Rainer Brüderle. Während der krankheitsbedingten Abwesenheit von Wolfgang Schäuble hat der mal wieder großzügig Bonbons an seine Lobbies verteilt: Ein wenig hat die Industrie abbekommen, die bekommt eine Ermäßigung bei der Ökosteuer-Erhöhung. Die Gegenfinanzierung bekommen die Raucher auferlegt: Die Tabaksteuer wird drastisch erhöht. Und das nicht, weil die Raucher besondere Feinde von Brüderle wären, nein, die Supermarktkassen-Industrie kann nun neue Hochsicherheits-Rauchwaren-Safes für Unsummen an Aldi, Lidl, Netto und Co. verkaufen, denn die Zigaretten-Klaubereitschaft wächst mit jeder Tabaksteuererhöhung. Eine Großspende eines Supermarktkassen-Herstellers soll bereits geflossen sein. FDP-Generalsekretär Patrick Lindner, Komponist obengenannten Liedes, meint dazu: Sehen Sie, Umfragetiefs machen uns keine Sorgen, Hauptsache uns schmerzt kein Kummer mit einem Spendentief.
Und wie immer ist der größte Gewinner des Nullsummenspieles dieser Steuerumverteilung der Weinbauverband Rheinland-Pfalz, der sein Büro mitten im Wirtschaftsministerium hat. Eine höhere Besteuerung von Alkohol, zur Eindämmung der Kreutzbundfeld-Alkinsonheimer'schen Krankheit schon längstens vonnöten, verhindert der Chef-Lobbyist Brüderle persönlich. Philipp Rösler ist leider eine Nummer zu klein, um eine Steuerumlage zu Gunsten seiner Krankenkassen zu bewirken, z.B. in der Form, dass alle alkohol-bedingten Krankheits-Zusatzkosten aus einer Alkohol-Steuererhöhung bezahlt werden. So muß er wieder in die Taschen der Versicherten greifen, ganz gleich ob sie saufen oder nicht.